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Guestbook/Gaestebuch
Einträge



- Rad fahren  auf der legendaeren Ruta 40 ist ein grosses Abenteuer.

- Wir  waren bereit, an unsere Grenzen zu gehen und sind einige  Male am Limit gefahren.

- Die Anzeige auf der bis 20 reichenden Abenteuerskala hatte ein paar Ausschlaege auf           19 zu verzeichnen. Der Durchschnittswert pendelte sich bei 14 ein.

- Die Strassen in Argentinien sind - abgesehen von den Schotterpisten - in einem exzellenten Zustand. Wenn einem in der Catamarca pro Tag rund 20 Fahrzeuge begegnen,waehnt man sich sich auf einem breiten Radweg.

- Wir sind auf der Tour mehrfach durch Wuesten und Steppen gefahren. Gefuellter Wassersack und genug Essensvorraete zwingend erforderlich.

- Wir haben - wie waehrend der ersten Suedamerikatour - wieder  viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen.

- Und wie war es mit der Sicherheit? Das wurden wir immer gefragt. Unsere Antwort: Kein Problem loest bei den Einheimischen unglaeubiges Erstaunen aus.

- Die deutsche Flagge ist vielen bekannt. Deutschland geniesst einen guten Ruf.

- Himmel blau, Sonne brennt - das gilt nicht ueberall. Im Sueden pfeifft ein kalter Wind und es regnet auch mal heftig, je mehr man sich der Andenkette naehert.

- Zu unserem Bilderraetsel  von der ersten Campinguebernachtung kamen lustige Loesungsvorschlaege von  "Helmut ist ausgesperrt" "Helmut ist angeleint" bis "im Vordergrund kriecht eine Schlange vorbei".

Doch nur eine Antwort war richtig. Sie lautet: Helmut hat das falsche Zelt eingepackt.

Wir sind mit unserem  windanfaelligerem,  aber komfortablen MSR-Velozelt unterwegs gewesen. Das zu Testzwecken eigens noch mal in der Wohnung aufgebaute sturmerprobte Hillebergzelt liegt samt der Zusatzheringe fuer den patagonischen Wind zuhause ;-)

- Das Hillebergzelt soll noch Mal zum Einsatz kommen. Wo und wann ist noch offen, aber nicht mehr vier Monate am Stueck.

- Wir waren oft erstaunt, selbst in der Einsamkeit bei Tankstellen einen Wifi-Empfang zu haben. So konnten wir Nachrichten aus dem weltweiten Angebot und aus den Medien im Schwarzwald abrufen.

-Fuer alle E-Mails bedanken wir uns. Wir haben uns immer ueber Nachrichten gefreut.

-Zum Schluss ist es mir (Verena) ein Anliegen, Helmut dafuer zu danken, dass er sehr haeufig vorne gefahren ist.





Wir haben es geschafft! Nach 5000 zum Teil abenteuerlichen und sehr

anstrengenden Kilometern, sind wir wohlbehalten in Buenos Aires angekommen!

(5000 km entsprechen in etwa geradeaus berechnet den Entfernungen
>       von Paris bis Kasachstan oder
>       von Oslo bis in die Mitte von Afrika!)

Rechtzeitig vor dem gewaltigen Verkehr in und um die 13 Millionenstadt, haben wir die        Radsaettel gegen einen bequemen Sessel in einem Omnibus eingetauscht und liessen           uns zum Busbahnhof transportieren. Es war allerdings nicht ganz einfach, einen Transfer         fuer uns mitsamt dem ganzen Material einschliesslich Raeder und Anhaenger zu                bekommen. Nur dank Verenas Spanischkenntnissen ergatterten wir eine Fahrt zu        der unchristlichen Zeit morgens um 2.00 Uhr. Egal - wir kamen am Ende gut in BA an.

Was wir unterwegs allerdings sahen, bestaetigte die Hinweise, sich nicht in die Vororte       dieser Millionenstadt zu begeben: Vermutlich Millionen von Menschen hausen und            vegetieren insbesondere in den suedlich gelegenen Elendsvierteln villas  miserias ohne        Arbeit, ohne Strom und Wasser regelrecht im Muell. Noch in der Gegend um den           Busbahnhof gingen wir die Raeder schiebend durch stinkende Quartiere, tote Ratten am Wegesrand usw. in Richtung Innenstadt. Zur Erhoehung der Sicherheit insbesondere fuer           die Touristen sind hier Polizisten mehrerer Organisationen unterwegs.

Wir haben jetzt einige Tage Zeit, uns auf die neue (oder alte?) Lebensweise umzustellen.          In den vergangenen fast vier Monaten reduzierte sich unser Denken vornehmlich um die        Fragen: Wie lange wird die Etappe werden? Wo koennen wir Einkaufen und wo  das         dringend benoetigte Wasser besorgen? Wo finden wir am Abend eine Schlafgelegenheit        oder wo koennen wir unser Zelt aufstellen? Wie sind die Windverhaeltnisse und wie stark     blaest er uns von welcher Seite an? Auch die Wahrscheinlichkeit eines ploetzlichen             Kraefteeinbruches musste immer mit einkalkuliert werden. Aber wir koennen mit Genugtuung feststellen, dass wir -auch im Nachhinein gesehen- alle Entscheidungen         richtig getroffen haben und am Ende voller Eindruecke gesund hier am Ziel in Buenos Aires eingetroffen sind. Einfach tollllll! 


Das sind zwei der vier Motoren, die uns ueber 5000 km von Salta nach Buenos Aires                 getrieben haben - wem die wohl gehoren?????




Wir kurbeln kraeftig in Richtung Buenos Aires zu. Trotz unguenstiger Windverhaeltnisse legen wir taeglich um 100 km zurueck. Wir haben zwischenzeitlich Patagonien verlassen und fahren durch die Pampa. Deutlicher Unterschied: Hier wird grossflaechig Landwirtschaft betrieben, aehnlich wie wir es aus Kanada kennen. Wir erfahren, dass es zwei Anbauperioden gibt. In der derzeitigen Fruehjahrsperiode wird vor allem Soja und Mais angebaut und in der Sommer/Herbstzeit wird Getreide geerntet. In Tres Arroyos (Drei Baeche) sind riesige Silos zu sehen. Die Stadt lebt von der Agrarindustrie und hat in den Randbereichen alle Agrarfirmen und Silos vertreten, die man sich vorstellen kann. Die Innenstadt, gegruendet von Daenen anfangs des 20. Jahrhundert, ist sehr schoen angelegt und hat wunderschoene Gebaeude aus der Gruenderzeit. Man sieht  an allen Ecken den vorherrschenden Wohlstand.
Die Fahrt auf der Ruta 3 ist nicht gerade attraktiv, obwohl der Verkehr sich noch im Rahmen haelt. Auch ein befestigter Seitenstreifen fehlt. Aber (fast) alle LKW- und Busfahrer nehmen Ruecksicht auf die beiden Radfahrer, damit ihnen nichts passiert. Aber wir wollen eben so weit wie moeglich an Buenos Aires heranfahren und da heisst die Devise: Augen (und Ohren) zu und durch.....


Wenige Kilometer vor Tres Arroyos kommt uns dieser Fernradler entgegen. Es ist ein Brasilianer aus Sao Paulo. Er erzaehlt, dass er in Uruquay zum letzten Mal einen             Radler getroffen habe. Er ist auf der Fahrt nach Ushuaia. Zu unserem Erstaunen faehrt er    tatsaechlich Badeschlappen als Radschuhe - da kommt Helmut aus dem Staunen gar        nicht mehr heraus.


              Das Rathaus der ca. 50 000 Einwohner-Stadt Tres Arroyes


Auf dem wunderschoen angelegten Plaza werden wir von dieser Gruppe junger Leute      begruesst. Wir sind immer wieder aufs Neue ueberrascht, wie offen und spontan      insbesondere die jungen Argentinier auf uns zukommen. Eine der wirklich huebschen     Maedchen meint, dass Helmut besonders schoene blaue Augen habe. Dieses             Kompliment, dazu noch von einer netten jungen Dame, tut besonders guuut!


Hurraa!  Nach einigen Fahrtagen mit meist um die 100 km, haben wir am 14. Januar nach ziemlich genau 4600 km auch unser viertes gestecktes Ziel, die Stadt Bahia Blanca, erreicht!
Wir wussten, als wir Pedro Lauro verliessen, dass wir etwa 130 km vor uns hatten. Diese Strecke war in einem Rutsch nur zu schaffen, wenn uns der Wind hold sein wuerde. Doch leider... wir hatten zum Teil kraeftigen Seitenwind und stellten uns deshalb zur Mittagszeit auf eine Zeltuebernachtung ein. Nach 80 km ,  es war erst 16 Uhr, entschlossen wir uns, einfach noch weiter  zu fahren, so lange die Kraefte ausreichten. Nach Einmuendung der  Ruta 22, die von Neuquen her kommt, bekamen wir zwar deutlich mehr Verkehr ab, aber die Ruta 3 war von hier an mit einem geteerten Randstreifen versehen. Und wider Erwarten, kam nach einigen Kilometern eine YPF-Tankstelle mit Uebernachtungsmoeglichkeit und Restaurant. So nahmen wir noch einmal Quartier und fuhren am anderen Morgen frisch ausgeruht in die ca. 300 000 Einwohner grosse Hafenstadt, die im Wesentlichen von der Petrochemie bestimmt wird.
Da es so gut gelaufen ist, werden wir weiter auf der Ruta 3 in Richtung Buenos Aires radeln. Wir stellen uns jetzt  vor, die Radtour in Azul zu beenden.


Start bei der YPF-Tankstelle zur Kurzetappe nach Bahia Blanca


Wie in fast allen Staedten und auch Doerfern stellt auch in Bahia Blanca ein meist gut gepflegter  Park das Zentrum der Komune dar. Meist liegt daneben das Rathaus und oft auch die Kirche.

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So laesst sich die hochsommerliche Hitze fuer Mensch und Tier besser ertragen.


Diese Strassenmusikantin spielt zu unserem Erstaunen einer HOHNER


Wir verlassen Viedma am fruehen Morgen, weil Hitzetage angesagt sind. Zunaechst ist es ertraeglich, doch bald heizt es kraeftig auf. Wir machen Mittagsrast unter den wenigen Baeumen auf der ganzen Tour bei einer frueheren Rastanlage. Nach einer Siesta muessen wir weiter und der Computer am Lenkrad zeigt zum Teil 48 Grad an.  Die total trockene Hitze sezt setzt uns seeehr zu. Unter einem weiteren Baum muessen wir noch einmal rasten.... Aber         ploetzlich setzt ein heftiger Wind (aus Norden - was hier Sueden bedeutet) ein. Wir            kaempfen uns vorwaerts und erreichen eine verlassene Tankstelle. Eine Frau, die uns        zunaechst recht unfreundlich begegnet, kann uns allerdings bestaetigen, dass es nach ca.    10km rechts abgelegen in Stroeder eine Unterkunft gaebe. Ausserdem stellt sie uns noch      eine Kanne gekuehltes Wasser hin und verschwindet wieder. Das tat uns wirklich guuut!       Nach einer "Fahrt" auf Ripio mit laengerem Schieben erreichten wir den Ort, fanden           Getraenke und eine Unterkunft, in der es allerdings die ganze Nacht ueber nie kuehler als       33 Grad wurde.  Nur mit dem Wirbler war es ertraeglich. Mit Trinken waehrend der ganzen    Nacht stellten wir unseren Fluessigkeitsausgleich wieder her. Von der  Vermieterin            erfahren wir, dass es hier in der Gegend seit seit  sieben Jahren  nicht mehr geregnet         hat - und das in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet.


"Gute Fahrt..." wird uns kurz nach Viedma aus einem langsam an uns vorbeifahrenden Pickup zugerufen. Das Fahrzeug haelt an und Anita und ihr Vater kommen mit uns ins Gespraech. Sie wohnen hier in der Naehe und haben ausserdem eine Schaffarm in Patagonien. Anita spricht sehr gut  deutsch, das sie von ihrer deutschen Mutter gelernt hat. Ausserdem war sie schon einmal zu Verwandtenbesuch in Deutschland.
Anita, wir freuen uns, von dir im Gaestebuch einen Eintrag zu erhalten!!


frueh verlassen wir den rummeligen Ort Las Grutas und begeben uns auf eine rund 200 km lange Fahrt ohne Infastruktur in Richtung Osten. Es ist sehr warm und spaeter  auch windig, der Verkehr moderat und nach 120 km stellen wir an einer Abzweigung zu einer fernab gelegenen Schule unser Zelt auf. Der naechste Ort Viedma liegt dann noch einmal 80 km entfernt.


200 km liegen zwischen Las Grutas und Viedma und gerade mal drei    Richtungsaenderungen liegen dazwischen - von Kurven kann schon nicht die Rede sein. Da hilft nur Singen, Pfeifen und ....kraeftig in die Pedal treten.

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                                     Zelten am Wegesrande


Wenige Kilometer vor Viedma endlich ein Minimercado - der verspricht ein kuehles Bier  und das serviert von den huebschen drei Schwestern, die zwar kein Internet haben, aber    dieses Bild demnaechst per e-Mail zugesandt bekommen. Sie haben uebrigens noch eine Schwester und zwei Brueder. Ihre Mama ist gerade mal 40 Jahre alt.


Vor der Stadteinfahrt von Viedma werden wir von dieser netten Polizistin "kontrolliert". Sie    erzaehlt gerne von sich und ihrem Dienst - nachdem sie erfahren hatte, dass sie es mit  einem pensionierten deutschen Kollegen zu tun hat. Sie ist uebrigns 33 Jahre alt und  Mutter zweier Kinder.


Wir haben das neue Jahr kraeftig radelnd begonnen. Nachdem wir die Halbinsel Valdes mit ihrer interessanten Tierwelt in  einem PKW samt Fuehrer erkundigt hatten, hielt uns nichts mehr in Puerto Madryn zurueck. Uebrigens kamen am Silvestertag zwei grosse Kreuzfahrtschiffe dort an, um von hier aus Landausfluege unternehmen zu koennen. Ein Schiff kam aus San Francisco und war schon vier Wochen unterwegs. Meist ist Buenos Aires das Ziel der Fahrten.
Wir begaben uns auf der Ruta 3 auf eine lange Tour ins Niemandsland. Erst hatten wir noch Windunterstuetzung - doch das sollte sich bald aendern: Um die Mittagszeit drehte dieser um 180 " und wir mussten kraeftig kaempfen. Nach dem Suedamerika-Bike-Buch soll nach etwa 80 km in der Einsamkeit ein Restaurant mit Uebernachtungsmoeglichkeit kommen - und tatsaechlich, mitten in der Einoede kam ein heruntergewirtschaftetes Gebaeude und wir konnten dort uebernachten. Die ganze Nacht hindurch heulte der Sturm um unsere Schlafstelle. Das liess nichts
Gutes erwarten: wir setzten uns am Morgen dem Gegenwind aus und wussten, dass der im Verlauf des Tages an Intensitaet noch zunimmt. Und so war es auch. Total abgekaempft erreichten wir nach 6 Stunden Fahrtzeit das nur 54 km entfernt liegende Sierra Grande. Dort sammelten wir am naechsten Tag Kraefte, um den 120 km langen Streckenabschnitt bis Las Grutas in Angriff zu nehmen. Bei anfaenglichem Rueckenwind kamen wir gut voran - doch am Nachmittag das bekannte Spiel: Gegenwind! Aber nach 7 Stunden Fahrtzeit hatten wir es geschafft und kamen hier in Las Grutas, einem bei Argentinier beliebten Badeort, an. Von hier aus planen wir die naechsten Abschnitte in Richtung Bahia Blanca.
Wir sind bisher uebrigens schon ueber 4000 km gefahren!!


Mit Bananen, Brot und einem Quilmes-Bier schaffen wir 90 km bis zum Mittagessen.

Das Trio aus Trelew wendet sein  Auto, um von und mit uns Fotos zu machen.

Auch diese junge Familie interessiert sich fuer unsere Tour und will in der Pagina Web erscheinen.


In Puerto Madryn verbringen wir den Jahreswechsel 2012/2013. Zum Pflichtprogramm gehoert natuerlich ein Besuch der Halbinsel Valdes, wo in der Bucht vor Puerto Piramides Blau- und Bartenwale beobachtet werden koennen.

Mit diesen herrlichen Bildern verabschieden wir uns in das Jahr 2013!!!




Bei schoenem Sommerwetter und fast ohne padagonischen Wind unternahmen wir heute    einen Ausflug nach Punto Tombo, einer der groessten Pinguinen-Kolonien an der Atlantikkueste, etwa 120 km suedlich von Trelew. Hier sind um diese Zeit etwa eine Million Magellanpinguine beheimatet. Sie kommen im September jeden Jahres von ihrer langen Seereise zu den Futtergebieten ca. 2000 km noerdlich in den Gewaessern vor Brasilien zurueck. Uebrigens die Maennchen zwei bis drei Wochen vor den Weibchen, damit diese Zeit haben, die Brutstaetten vorzubereiten. Dann folgen Paarung und die Eiablage. Jedes Weibchen legt zwei Eier und im November schluepfen die Jungen, die       abwechselnd von den Eltern versorgt werden. Ab April/Mai beginnt fuer die ganze Kolonie  wieder     die lange Reise nach Norden .




Magellanpinguine sind etwa 45 cm gross, wiegen ca. 5 kg und werden 30 Jahre alt.


Uebrigens legen Pinguin-Weibchen ab dem 4. bis 5. Lebensjahr jeweils jaehrlich zwei Eier, also in einem Pinguinleben um die 50 !! Stueck. Die natuerlichen Feinde haben es hauptsaechlich auf die Eier abgesehen, das Pinguinfleisch wird allgemein als nicht geniessbar betrachtet.



Von den Fuehrern wird darauf hingewiesen, dass Pinguine auf den vorgewiesenen Wegen immer "Vorfahrt" haben ...... aber anschauen ist natuerlich erlaubt.

Unsere Reise geht am morgigen 29. Dez. weiter und zwar zunaechst nach Puerto Madryn,  am Eingang zur Halbinsel Valdes, einem UNESCO Welt-Naturerbe mit vielfaeltiger Tierwelt,  u.a. Walen, Delphinen, Seeloewen und Seeelefanten. Nach Neujahr wollen wir unser Zelt auf der Insel selbst aufschlagen und Besichtigungstouren unternehmen.

Dann geht die Reise wie bei den Pinguinen in Richtung Norden weiter mit dem naechsten          Ziel Bahia Blanca, ca. 600 km noerdlich Valdes.

Wir wuenschen allen Besuchern unserer homepage einen "guten Rutsch" in das

Jahr 2013 und freuen uns auf ein Wiedersehen ab dem 30. Januar 2013!!!







Hurra... , wir haben es geschafft. Noch vor Weihnachten haben wir die Atlantikkueste (fast)  erreicht und sind in Trelew angekommen. Aber nun erst mal der Reihe nach...

Das Wetter im Andenbereich war alles andere als berauschend - so nutzten wir die gute Vorhersage fuer Mittwoch, 19.Dez, um uns auf den 600 km langen Weg von den Anden an den Atlantik aufzumachen, da dort schoeneres Wetter zu erwarten war. Wir hatten  100 km vor uns uns mit Seiten- Gegen- und Rueckenwind fuhren wir zunaechst nach Tecka. Dort fanden wir neben einer Tanke eine einfache Unterkunft, wo wir vor dem Wind sicher waren. Hier verlassen wir die Anden endgueltig und fahren auf der 500 km langen Ruta 25 in Richtung Osten.

Nach Karte und allen Beschreibungen sind nur wenige Stuetzpunkte zu erwarten. Von einem schweizer Paar, das die Strecke entgegengesetzt gefahren kam, erfahren wir, dass nach etwasmehr als 110 km eine aufgegebene Tankstelle kommt, wo wir im Schutz des vermutlich verlassenen Hauses das Zelt aufstellen koennten.

Mit mulmigen Gefuehlen verlassen wir anderntags die Tanke und begeben uns auf die unbekannten vor uns liegenden Kilometern in Richtung Osten. Nur ganz wenige Autos  begegnen uns. In einem Anstieg ueberholt uns ein Pickup, haelt an, faehrt zurueck     Der Fahrer  fraegt. ob er uns ein Stueck mitnehmen koenne. Natuerlich lassen wir uns eine solche     Chance nicht entgehen..... Schnell war alles verstaut und wir fuhren mit demt dem freundlichen        Mann in Richtung Osten. Wir erfahren von seiner Familie, wie man Weihnachten feiert und     dass er fuer die Regierung in Sachen Fischzucht unterwegs ist. Die Enstanzias am Wegesrande hatten uebrigens alle mindestens 20 bis 30000 ha Groesse!!! Unterwegs sehen wir       auch die verlassene Tanke und freuen uns, das Zelt dort nicht aufstellen zu muessen. Als sich     unsere Wege trennen, machten wir uns mit der Unterstuetzung des patagonischen Windes  weiter auf Richtung Osten. Wir erinnerten uns an einen englischen Radler, der uns in Nordamerika entgegen kam und erklaerte, dass er mit dem Wind im Ruecken "nur so dahinfliege".

Wir erreichen an diesem Tage noch den Ort Los Altares, der auf keiner Karte verzeichnet     war. Eine Tankstelle mit Uebernachtungsmoeglichkeit, ein paar Haeuser und eine kleine Mapuche-Einkaufsstelle und .... zu unserem Erstauenen..... WIFI-Zugang, der immerhin     ausreichte, die e-Mails abzufragen. In dieser Hinsicht sind uns die Argentinier wirklich weit   voraus. Wer wuerde schon davon ausgehen, bei den Kohlwaldhaeusern auf ein offenes       WIFI-Netz zu stossen??

Durch ein Felsenlabyrinth entlang des Rio Chubut ging es, meist unterstuetzt durch den    Rueckenwind, weiter in Richtung Osten und nach weiteren 100 km erreichten wir den      Tankenort Las Plumas, wo wir auf dem Camping Municipal unser Zelt aufstellen konnten.    Die Die Temperaturen hatten sich an diesem Tag deutlich nach oben entwickelt und wir konnten      nach laengerer Zeit einmal wieder die Trikots "mit  ohne Aermel" tragen.

Nach einem kraeftigen Zeltfruehstueck mit 6 Eiern aus unserem Pfaennle ging es weiter,            erst mal hinauf auf eine Anhoehe von fast 500 m Hoehe mit dem Tagesziel Las Chapas.     Aber der "Ort" bestand nur aus einer alten Tanke mit nicht gerade einladender  Umgebung. Wir erfahren, dass es 13 km rechts im Gelaende den Ort    Dique   Ameghino gibt, in dem es Unterkuenfte usw. gaebe. Da der starke Wind uns nicht zum     Campen einlud, fuhren wir hinaus zu dem Stausee, tief in ein Tal hinunter und tatsaechlich    unterhalb der hohen Staumauer fand sich eine Ansiedlung, die vermutlich einmal beim Bau     der Staumauer entstanden ist. Armselig..... Im "Mercado" leere Blechregale mit fast nichts     drin.

Aber wir konnten in windgeschuetzter  Umgebung schlafen und ich (Helmut) schlug am   anderen Morgen erneut 6 Eier ins Pfaennle, denn wir hatten einen kraeftigen Anstieg

auf die   Hoehe und dann mehr als 100 km vor dem naechsten Tagesziel vor uns.

Leider wollte der Wind an diesem Tag nicht mehr richtig einsetzen, schlief spaeter total ein    und am Ende hatten wir sogar mit sehr kraeftigem Gegenwind vom Meer her zu kaempfen.

Etwas abgekaempft von dem Husarenritt von den Anden zum Atlantik, erreichten wir den     nach Beschreibungen "einladenden" Ort Gaiman, den walisische Einwanderer im 19. Jhd.   angelegt haben. Wir waren eher enttaeuscht, legten eine Uebernachtung ein und fuhren     anderntags (Heiligabend) noch nach Trelew weiter, wo wir nun in sehr angenehmer       Umgebung die Weihnachtstage verbringen werden und um von hier aus einen Ausflug zur     etwa 150 km suedlich gelegenen Pinguinkolonie Punta Tombo zu unternehmen.

Uebrigens: Der Blick auf die Wetterkarte zeigt uns, dass wir gut getan haben, die               Andenregion zu verlassen. Fuer Bariloche werden derzeit Regen und Temperaturen von    maximal 10 Gr. angezeigt.

An dieser Stelle moechten wir uns bei allen bedanken, die uns liebe Gruesse zu    Weihnachten und fuer das Neue Jahr uebermittelt habe. Wir haben uns ueber         jede einzelne sehr gefreut!!!


Bei Tecka verlassen wir die Andenregion, um auf der Ruta 25 in Richtung Osten und             Atlantik weiter zu fahren. Hier ein Blick auf die jeden Morgen erneut verschneiten          Andengipfel.

 

Noch nie auf einer unserer frueheren Touren wurden wir von den vorbeifahrenden Autofahrern     so freudig begruesst wie hier. Alle Hupen, Hoerner und Sondersignale werden eingesetzt,        um uns zu begruessen. Die Policia macht mal kurz das Blaulicht an, der Ambulance laesst5   das Sondersignal erklingen und die Leute winken oft mit Hand und Bein. ... Manche halten       an, drehen um und wollen unbedingt ein Bild mit uns machen. Viele fragen auch, ob sie uns      helfen koennen. Es ist ein gutes Gefuehl, sich wohl aufgenommen zu fuehlen....


Obwohl es der Karte nach eher nach einer langweiligen Strecke aussah, ist es recht     abwechslungsreich auf der Ruta 25 in Richtung Osten mit vielen Felsformationen entlang   des Rio Chubut, der der Region den Namen gab.


Es geht kraeftig hinunter zu unserer Uebernachtungsstelle Ameghino unterhalb des Staudammes, der die Wasser des Rio Chubut und des Rio Chico aufstaut, um die         Wasserkraft fuer die Stromgewinnung zu nutzen.


Ein Blick hinunter von der Staumauer auf das Kraftwerk und den daneben liegenden Ort       Ameghino. Alles umsaeumt von maechtigen Felsformationen.


Ueber diesen patagonischen Wind freut sich Verena ganz besonders


Verena am 1. Weihnachtsfeiertag in Trelew. Sie freut sich , dass ihre Frisur nach          immerhin drei Monaten noch immer so gut aussieht.





Esquel, 17. Dez. 2012

Nachdem der Schalthebel an Helmuts Fahrrad ersetzt worden war und wir uns bei Betina gut erholt hatten, stand einer Weiterfahrt nichts mehr im Wege, zumal das Wetter fuer Do. und Fr. ordentlich zu sein schien. Aber auf dem Weg nach El Bolson, dem frueheren Ort fuer Blumenkinder und Austeiger, mussten wir kraeftige Arbeit leisten. Erst mal eine 5 km lange ueble Schotterpiste zur Ruta 40, dann aber vorbei an herrlichen Bergseen mit kristallklarem Wasser und staendig den Blick auf den 2388 m hohen Catedral, dem Skiberg von Bariloche, ging es auf und ab und spaeter nur noch aufwaerts ueber einen Pass und folgender Abfahrt auf 500 m Hoehe. Nach jeder Abfahrt folgt ein Anstieg und den konnten wir mit Windunterstuetzung bewaeltigen.
Nachdem wir uns schon auf eine Zeltuebernachtung bei einsetzendem Regen eingestellt hatten, fanden wir in dem Maputscheort El Foyel eine einfache Unterkunft und in einem Maputschelokal, das wie ein Museum ausstaffiert war, ein ordentliches Abendessen.

Wir waren am Ende rechtschaffen muede, denn fast 1100 Hoehenmeter hatten wir an diesem Tag hinter uns gebracht.
Bei trockenem aber sehr windigen Wetter machten wir uns am anderen Morgen auf die Fahrt zu dem noch 45 km entfernten El Bolson. Wir fanden den Ort ueberhaupt nicht attraktiv und so ging es ohne Pause weiter in den naechst grosseren Ort Esquel, der uns recht gut gefaellt. Wir fanden eine nette Cabaña, wo wir die Gasheizung aufdrehen koennen, wenn es uns kalt wird - und kalt ist es hier fast immer und dazu blaest ab dem fruehen Vormittag der bekannte patagonische Wind bis spaet in den Abend hinein.
Wir erfahren, dass man hier von Viehzucht und natuerlich vomn Fremdenverkehr lebt und das ganz offensichtlich recht gut, wie man an den Haeusern und dem ganzen Ortsbild sieht.

Wir bedanken uns bei Betina fuer den angehmen Aufenthalt bei ihr und wuenschen ihr und ihrer Familie alles Gute  und dass sie viele nette Gaeste findet.




Die herrliche Berg- und Seenlandschaft nach Bariloche in Richtung El Bolson










In dieser Umgebung macht das Radeln richtig Spass





Dieses Bild ist deswegen etwas unscharf, weil der starke patagonische Wind das Stativ wackeln laesst und waehrend einer Bildfolge so stark blaest, dass er die ganze Apparatur nach vorne wirft. Dabei geht leider Helmuts geliebte CANON-IXUS-Kamera nicht reparabel kaputt und wir muessen in El Bolson eine neue kaufen.







Adventsfeier in "unserem" Haeuschen in Esquel






Und das ist "unser" schmuckes Heim, in dem wir im Moment wohnen.






Das Wetter meint es leider gar nicht gut bei unserem Ausflug in den Nationalpark Los Alerces; kein Wunder, denn hier regnet es im Jahr um die 4000 mm pro qm. Es ist ein sog. kalter Regenwald. Die Alerces, die hier geschutzt werden, sind eine besondere Laerchenart, die bis zu 3000 Jahre alt werden, im Jahr nur 1 mm im Stamm zunehmen und mehr als 60 m hoch wachsen. Das wertvolle Holz war bei den ersten Siedlern im 18. Jhdt. sehr beliebt, so dass der Bestand stark dezimiert wurde. Mit einem Schiff muss man fast zwei Stunden in den Park fahren, um zu den Baeumen zu kommen.






Hier ein Blick auf einen kleinen Teil des Lago Futalaufquen am Rande des Nationalparks Los Alerces

Die weiteren Reiseplaene

Da die Wetteraussichten fuer die naechsten Tage sehr schlecht sind, werden wir erst am Donnerstag weiterfahren. Ueber die Ruta 40 fahren wir  suedlich ueber El Bolson nach Esquel. Dort haben wir fuer die Weihnachtsfeiertage ein Hotel vorgebucht. Dort verlassen wir die Ruta 40 und fahren oestlich (hoffentlich mit starkem Rueckenwind) in Richtung Atlantikkueste zu den Pinguinkolonien. Danach geht es noerdlich ueber Bahia Blanca zum Ziel Buenos Aires.

Bilder aus San Carlos de Bariloche


In dieser wirklich netten und gut eingerichteten Ferienwohnung erholen sich die beiden Radler derzeit bei Betina Lehmann und erfahren so nebenbei einiges interessantes ueber das Leben in Argentinien.


     Ausblick ueber den Lago Nahuel Huapi in die noerdlich gelegenen Berge


Blick vom "Hausberg" Cerro Otto auf den Lago Nahuel Huapi mit seinen vielen Inseln und den umliegenden zum Teil noch schneebedeckten Berge


San Carlos de Bariloche mit dem oestlichen Teil des Lago Nahuel Huapi vom Cerro Otto aus gesehen.


San Carlos de Bariloche, 7. Dezember

In der 100000-Einwohner zaehlenden Stadt werden wir am 6. Dezember von kaltem, starken Gegenwind empfangen. Die ueppigen Ginsterhecken werden hin- und hergewedelt und Helmuts Regenjacke ist aufgeplustert wie der Anzug vom Michelin-Reifenmaennchen. Wir sind auf der einsamen Strecke hierher gefahren und sind mit der Entscheidung sehr zufrieden. Ueber die andere Route waeren wir vermutlich heute noch nicht am Ziel und saessen irgendwo in der sicher sehr schoenen Seengegend im Regen fest. Ja, richtig  gelesen. Es regnet auch mal in Argentinien. Wir haben inzwischen alle Kleidungsstuecke bis auf die Regenueberschuhe angehabt. Am 6. Dezember war mehrfaches An- und Ausziehen von Regenjacke, Regenhose,Suedwester, dicken Handschuhe angesagt. Die warme Ueberhose haben wir zum Glueck gleich angelassen, denn bei acht Grad und heftigem patagonischen Wind (natuerlich von vorne) liegt die Fuehltemperatur bei frostigen  vier Grad oder darunter.

Die 210 Kilometer einsame Strecke war jedoch bei den kuehlen Temperaturen , was den Trinkwassernachschub anbelangt, kein Problem. Mit traumhaften Ausblicken auf den Vulkan Lanin und den Rio Colon Cura verabschieden wir uns aus Junin de los Andes. Bei einem Aussichtspunkt mit Blick zu einem Condor-Felsen treffen wir einen BMW-Motorradfahrer aus Brasilien, der schon mal von Alaska nach Ushuahia gereifelt ist und gerade mal vier Monate in Brasilien, Bolivien, Chile Argentinien (6000 km) unterwegs ist. Nach anfaenglich gruenen Haengen beherrscht die Farbe grau das Landschaftsbild. Hier sehen wir auch verstaerkt Vulkanasche, ganz fein hergeblasen vom Wind aus Richtung Chile (Puehue, Ausbruch Sommer 2010). Nach 88 Kilometer erreichen wir die Einmuendung zu der in die Provinzhaupstadt Neuquen fuehrenden Ruta 237. Der  Wind blaest kraeftig. Wir muessen nach einem guten Platz fuer unser Zelt Ausschau halten. Unterhalb der Damms,bei den Containerunterkuenften der Strassenbauarbeiter fragen wir...und werden natuerlich nicht abgewiesen. Im Gegenteil, ein Mann fuehrt uns an eine Ecke, in der wir besonders vor den Fallwinden verschont werden. Gegen 20.30 Uhr liegen wir in unseren Schlafsaecken. Puenktlich mit dem Kommentar:"Heute haben wir wieder einen guten Platz gefunden," setzt der Generator ein. Die Arbeiter brauchen Strom zum Kochen. Ohrenbetaeubender Laerm fegt uns um die Ohren, doch wir bauen ihn in unsere Traeume ein und schlafen recht ordentlich. Das Abschalten des Generators bekommen wir dennoch mit. 

Vom zum See aufgestauten  Rio Colon Cura bis zum Zusammenfluss von Rio Limay ( Abfluss des Nahuel Huapi Sees) und dem Rio Traful sind es fast 900 Hoehenmeter. In einer der Steigungen gibt Helmuts Schaltung den Geist auf. Von wegen einmal kurz in einen bequemeren Gang runter schalten. Ab sofort bleibt nichts anderes uebrig als die  "Starre-Gang-Loesung".  Die Schnellversion geht mit einem alten Stueck Fahrradschlauch, der eigentlich dazu da ist, die Wasserflaschen auf dem Gepaecktraeger zu befestigen. Die etwas komfortablere erfolgt dadurch,dass Helmut den Bowdenzug auf einem mittleren Gang festverankert. Jetzt gibt es nur noch die Varianten grosse Muehle vorne, mittlere oder Granny-Gang... und am Ende des Tages heftige Schmerzen in den Oberschenkeln. Wie gut ,dass wir heute in Confluencia in einer Hosteria uebernachten. Warmes Duschen reicht zwar nur fuer Einen von uns, aber das weiss man halt erst hinterher. Dafuer lassen sich die Fenster im Zimmer nicht oeffnen... und das uns,die wir doch immer Air Condition (sprich offenes Fenster oder Durchzug im Zelt) gewohnt sind.

Der letzte Fahrtag bietet uns  alle Wetter, Nieselregen, heftigen Regen, Graupel, Sonne Wind und noch mehr Wind, aber am Ende doch wieder blauen Himmel und den wunderbaren Blick auf den Nahuel Huapi-See und die schoene Berglandschaft. Helmuts Rad ist bei einem Geschaeft in der Stadt bereits angemeldet, wir gehen davon aus, dass er nicht bis zur Heimkehr in einem Gang fahren muss.... und deshalb ist fuer heute Schluss.


                  Die riesigen Ginsterbuesche stehen derzeit in voller Bluete.


Immer wieder herrliche Ausblicke auf sich staendig wechselnde Berg- und Felsformationen machen die Fahrt abwechslungsreich.


32 km nach Junin biegen wir wieder auf "unsere" Ruta 40 ein. Jetzt sind es "nur" noch 184 km bis Bariloche - aber dazwischen liegt viel Einsamkeit und eine fast leere Strasse.


Neben einer Arbeiterunterkunft direkt am Stausee, schlagen wir unser MSR-Zelt auf. Das Hilleberg waere sicher besser gewesen, insbesondere am Abend beim Aufstellen im kraeftigen Wind. Aber dafuer haben wir im MSR-Zelt deutlich mehr Platz.


Kraeftige Regenwolken und starke patagonische Winde sind unsere Begleiter, insbesondere auf den letzten 50 km vor Bariloche.


Bariloche, das zweite grosse Ziel unserer Reise, ist erreicht. Ein Selbstausloesebild war nicht moeglich, da der Wind unser Leichtstativ glatt umgeblasen haette.


In Villa Puehenia kommen wohl etliche Fernradler durch. Wir vom Westen, die meisten jedoch aus oestlicher Richtung. Wir treffen bei der Tankstelle Jorge,41, aus Madrid, Arturo,25, aus Paris und Michel,60, aus Annecy, die seit geraumer Zeit  zusamen radeln, obwohl sie an unterschiedlichen Orten gestartet sind.Jorge in Alaska (mit Nummernschld als Andenken,aber inzwischen ohne mittleres Ritzel (kaputt), Arturo in Mexiko und Michael, der am besten Ausgeruestete, in Arrica (Chile).

Sie haben am Abend zuvor die Einladung zu einem Bier  bei den Huskys de los Puehuenes ausgeschlagen, wollten nicht die 500 Meter hoch schieben. Wir ja eigentlich auch nicht, doch wir haben es nicht bereut (siehe unten, Hernans Neffe kocht gut und es ist einfach schoen mal mit Leuten zu reden,die nicht durchs Rad fahren in diese Wildnis kommen ;-) 

Das Fernradler-Trio war uns wohl dicht auf den Fersen seit unserem Eintrag in einem Kiosk-Gaestebuch mit der Frage:Wer holt uns ein? Das Paar in Churriaco, das uns nach einem anstrengenden Aufstieg das Gatter oeffnete, wir durften hinterm Haus zelten, bot auch diesem Trio Asyl. Ich (V) bekam hier noch einen besonderen Service. Der Nachbar wurde aktiviert und fuhr mich zu einem Laden zurueck,den wir nicht entdeckt hatten, wird nur aus der anderen Richtung ausgeschildert.

Kein Leergut - kein Bier... oder doch?

Dort gibt es mitten in der Einsamkeit ein gut sortiertes Geschaeft, sogar frische Bananen. Nur eine Flasche Bier will man mit nicht verkaufen,weil ich keine leere dafuer hergeben kann. Beim Einsteigen sage ich das dem Chauffeur, er greift  unter den Sitz und ueberreicht mir strahlend eine leere Flasche. Das sind so die kleinen netten Ueberraschungen,die im Gedaechtnis haften bleiben. Natuerlich hat er am naechsten Morgen eine leere Flasche zurueckbekommen ;-)




Ob das richtig geschrieben ist, bezweifle ich sehr, aber es hoerte sich so aehnlich an. Es ist ein Mapuchewort und heisst Dankeschoen. Viel mehr als noch Marie Marie fuer Guten Tag konne ich mir bei der Begegnung mit einem freundlichen Helfer nicht merken.Im Grenzgebiet unterhalb vom Pino Hachado leben viele Mapuchefamilien. Dieser Mann hat neun Geschwister,die alle hier ihr Auskommen suchen. Seine erwachsenen Kinder haben jedoch den Weg in die Obstanbaugebiete von Chile gewaehlt und  arbeiten in einer Konservenfabrik. Die Gegend hier ist wunderschoen, doch die Strassenverhaeltnisse sind eine einzige Katastrophe.



Zu schade, dass wir am ersten Abend kein Video gedreht haben. Hernan, der Besitzer der Cabanas Huskys de los Puehuenes , reitet wie der Teufel und treibt die Pferde am Abend in einen Pferch,damit sie nicht die ganze Nacht unten auf der Weide fressen. Am zweiten Abend duerfen die Pferde unten bleiben,weil es sehr kalt wird und sie dort unter Bauemen besser Schutz suchen koennen. Hernan,46, hat ein Paradies fuer Naturliebhaber geschaffen. Die Bauweise mit originellen Ideen fuer gut schliessende Tueren (Spanngurt, Schnur und ein passendes Stueck Ast) fasziniert uns. Jedes Stueck bis zur  grossen Tischplatte ( ein Mittelding zwischen Elipsen und Dreiecksform) passt, gibt Atmosphaere. Hier lebt auch der Neffe des Besitzer. Doch ohne die beiden freiwilligen Helferinnen - eine Spanierin, die wegen der Huskys schon den ganzen Winter da war und einer Deutschen,die auch sehr gut reitet und sich auf die erste Mehrtagestour zur chilenischen Grenze freut, waere es wohl kaum moeglich,die Arbeit zu bewaeltigen. Nicole mach es gut. Helmut und ich haben unabhaengig voneinander ueberlegt, ob wir nicht einen tollen Job fuer dich im Schwarzwald wissen und halten weiter Ausschau. Wir finden in unserer Huette etliche Illustrierte vor und sind ueberrascht wie viele Abenteuer-Zeitschriften (todo argentino) es gibt. Und wen finden wir dort abgebildet? Don Roberto. Unser Gastgeber aus Las Lajas ist naemlich nicht nur ein ehemaliger Soldat, sondern auch in der Hoehlenforschung - und -rettung aktiv.


Don Roberto, Besitzer des Hospedaje El Maiten in Las Lajas, hat wohl nicht umsonst ein so schoenes Gaestebuch. Liebevolle Eintaege mit Zeichnungen von etlichen Fernradlern. Auch wir haben die freundliche Atmosphaere hier sehr genossen und zum Abschied noch eine besondere Hilfe erfahren. Am Vorabend gab es naemlch an der Tankstelle kein Benzin mehr - alles ausverkauft (kann schon mal vorkommen bei den Entfernungen). Sehr laestig fuer uns, denn wir brauchen einen Liter Super- nein, wir haben keinen Motor am Rad. Wir brauchen das zum Kochen. Bis zur Grenze nach Chile  kann man nicht mit einer weiteren Tankstelle rechnen. Don Roberto weiss Rat.Er hievt aus dem hintersten Ecke unter der Teppe einen riesigen Kanister hervor, hat auch einen Schlauch mit Pumpe und los geht es. Roberto strahlt: Argentino Practico! Muchas Gracias.


In Las Lajas verlassen wir die Ruta 40, da es ueber Zapala mehr als 300 km keinerlei Versorgungsmoeglichkeiten gaebe, wir nicht so viel Wasser und Proviant schleppen koennen und die Strecke relativ langweilig waere. Allgemein wird die Route ueber Chile empfohlen, die allerdings lange Schotterstrecken hat, zwei Paesse ueberwunden werden muessen, also viel anstrengender verlaeuft. Aber mit einem Abstecher nach Chile loesen wir noch ein Problem: unsere Visen laufen anfangs Jan. 2013 aus und mit einer Aus- und Einreise haben wir wieder Visen fuer die restliche Zeit in Argentinien.

Von Las Lajas geht es zunaechst wellig, aber dann kraeftig aufwaerts. Wir haben schoenen Asphalt und so gut wie keinen Verkehr. Ab dem spaeteren Nachmittag setzt kraeftiger Wind ein und beim offiziellen Grenzuebergang bei Pino Hachado finden wir auf ca. 1500 m Hoehe abseits der Ruta tatsaechlich eine Cabana, die zu einem Husky und Pferdeunternehmen gehoert. Alles ist urig und originell. Mehr als 20 Hunde sowie mehr als 10 Pferde werden hier gehalten. Im Winter fuer Schlittenhundeunternehmungen und im Sommer fuer Andenueberquerungen per Pferd. Das Ganze liegt in einer herrlichen Araukarienumgebung und umgeben von schroffen Basaltfelsen.

Leider regnet, stuermt und gewittert es am anderen Morgen, sodass wir bleiben muessen. In der Nacht zum anderen Tag folgt ein Temperatursturz auf fast null Grad. Wir fahren trotzdem weiter, durchfahren mehrere KM lang eine Baustelle und erreichen gegen Mittag die Passhoehe. Dort blaest der Wind uns fast von der Strasse. Die Fahrt hinunter nach Liucura/Chile war angenehm und es wurde waermer. Aber dann folgte eine unbeschreiblich schlimme 36 km lange Schotterpiste durch sehr armseliges Mapuchegebiet nach Icalma. Nach einer Uebernachtung in einer Cabana ging es auf Schotter weiter hinauf zum Icalmapass. Schotter und steile Anstiege sind das Schlimmste fuer Radfahrer. Auf argentinischer Seite beginnt der Asphalt und die Abfahrt hinunter nach Pehuenia bietet herrliche Aussichten auf die dortige Seenlandschaft. Dazu immer wieder die wunderschoenen Waelder mit den zum Teil mehrere tausend Jahre alten Araukarien, die uebrigens auf der ganzen Welt nur hier wachsen und leider wegen des resistenten Holzes von den ersten Siedlern stark dezimiert wurden.

In Pehuenia trafen wir erstmals wieder auf Fernradler, einer kam aus Alaska  herunter und war schon 18 Monate unterwegs. (so sah er auch aus) Fuer uns war klar, dass vor uns 60 km Schotterpiste bis Alumine und danach 100 lm Erdstrasse lagen bis Junin de los Andes. Das bedeutet, in jedem Falle eine Uebernachtung auf freier Flaeche in bitterer Kaelte und im Wind und gleichzeitig lagen dicke Wolken ueber uns und es regnete immer wieder. Die Entscheidung war leicht gefaellt: wir suchen ein Transportmittel, das uns nach Junin bringt. Aber es war nicht einfach, ein solches aufzutreiben. Schliesslich fanden wir doch jemanden, der uns noch am Abend nach Junin brachte. Unterwegs regnete es kraeftig und wir waren froh, diese Strassen nicht fahren zu muessen.

Gestern erlebten wir (ohne Raeder)  einen patagonischen Wind, der es in sich hatte. Die Zeitung berichtet von 120 km/h, die Spitzen lagen wohl noch darueber. Nun sind es noch ca. 250 km bis zu unserem zweiten grossen Ziel Bariloche. Wir muessen entscheiden, ueber die Ruta 40 zu fahren, das alles ohne ein Haus dazwischen oder ueber z.T. weitere Schotterstrecken ueber San Martin de los Andes. Die Entscheidung machen wir vom morgigen Wetter abhaengig.

 

Schoene Aussichten beim Anstieg von Las Lajas hinauf auf den  Paso Pino Hachado


Das Wichtigste in unserer Cabana war dieser Kanonenofen. Er sorgte dafuer, dass wir nicht froren. Allerdings wird gebeten, wenig Holz zu verbrauchen, da dieses aus mehr als 100 km Entfernung herbeigeholt werden muss.


Araukarien wachsen auch auf glatten Basaltfelsen


                                  Herrliche Araukarienbaeume


Schoene Aussichten bei der Abfahrt vom Icalmapass auf die Seenplatte von Pehuenia und Alumine. Viele Fischer kommen hier her, da das Wasser der Seen glasklar ist und fuer den Fischreichtum bekannt ist.


Es hat lange gedauert, bis wir mal wieder einen Internetzugang gefunden haben, mit dem wir unsere homepage aktualisieren koennen. Wir sind in der Zwischenzeit ein grosses Stueck weitergekommen und in Las Lajas nahe an der chilenischen Grenze angekommen. Was hat sich in dieser Zeit alles ergeben?

Nach Malargue kam wie erwartet eine 40 km lange Schotterpiste und Baustelle mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Es kam ein Pass auf ueber 2000 m und dann eine wunderschoene 21 km lange Abfahrt hinunter nach Bardas Blancas auf neuestem Asphalt. Es wurden gerade die letzten paar hundert Meter geteert. Wunderschoen!!! In einer "einfachen Herberge" konnten wir duschen und gut schlafen. Dann ging es entlang des Rio Grande, mit herrlichen Ausblicken auf die umliegenden schneebedeckten Andengipfel. Nach 46 km konnten wir unsere Wasservorraete in einem kleinen Kiosko auffuellen - aber dann kam das schwierigste Stueck: nach dem Ueberqueren des Rio Grande, wo er sich ein tiefes Bett in das Lavagestein gegraben hat, war vorbei mit Asphalt. Es folgten ueber 40 km tiefster Schotter. Es war nur schwer moeglich, sich auf dem Rad zu halten und manche Passagen mussten wir zu Fuss zurueck legen. Irgendwann nach 75 km stellten wir unser Zelt auf und verbrachten eine sehr kalte Nacht mit herrlichem Sternenhimmel in diesr Wildnis. Aber die unschoene Fahrt ging weiter und weiter und es folgte noch ein Anstieg auf 1700 m. Beim Kochen auf einem grossen Stein hat Verena die Temperatur von 51 Grad gemessen. Natuerlich kein Schatten weit und breit. Es folgte schliesslich eine Abfahrt auf Asphalt hinunter nach Ranquil Norte. Auf einem Camping Municipal ohne alles konnten wir unser Zelt aufstellen. Leider war dem einzigen Kiosk an diesem Tag das Wasser ausgegangen, sodass wir Fremdwasser filtern mussten. Nach einer Kurzetappe nach Barrancas fanden wir dort ein kleines Hotel und damit eine Dusche!!

Nach einem Tag der Erholung ging es weiter ueber Buta Ranquil und von dort erreichten wir nach einer 90 km langen Fahrt mit 1100 HM  Chos Malal, wo allerdings wegen eines grossen nationalen Ziegenfestes alle Hotelzimmer belegt waren. Der Camping Municipal war aber auch ganz angenehm und mit 30 Pesos pro Nacht sehr billig. Dann folgten 160 km nach Las Lajas, die ohne Versorgungsmoeglichkeit zurueck gelegt werden mussten. Am Rande des fast verlassenen Ortes Chorriaca konnten wir hinter einem Haus unser Zelt aufstellen. Am spaeten Nachmittag des gestrigen 25. Nov. errecihten wir nach 158 km und 1300 HM Las Lajas und hatten Glueck, dass sich der gefuerchtete Zonda erst 10 km vor dem Etappenziel von einer Sekunde zur anderen einstellte. Was fuer ein herrliches Duschvergnuegen!!! 


 Der Rio Grande hat sich hier in das harte Lavagestein hineingefressen. Es ist zum Teil nur etwa zwei Meter breit. Man kann nur ahnen, wie tief das Wasser hier sein muss.


Auf der Bruecke ueber den Rio Grande trafen wir Martha und Miquel ?? aus Buenos Aires. Sie fanden spaeter unser Sicherungsseil mit Schloss am Strassenrand, das unerklaerlichweise abgefallen war. Sie waren so nett, und fuhren uns einige Kilometer hinterher um es uns zu bringen. Gracias!!!


Verena arbeitet sich auf der Schotterpiste voran......


Heute ist der 4100 m hohe schneebedeckte Vulkan Tromen leider wolkenverhangen.


Die jungen Leute treffen sich mit Laptop bewaffnet auf dem zentralen Platz, weil hier sehr haeufig ein offenes WIFI ausgestrahlt wird. Wir koennen so auf dem Smartfon die heimischen Nachrichten verfolgen.


Helmut hat sich einen technisch sehr anspruchsvollen neuen Radstaender geleistet, nachdem der alte mal wieder  abgebrochen war.

Malargue, 14. Nov. 2012

Wir haben uns hier in Malargue technisch und versorgungsmaessig auf den wahrscheinlich schwierigsten Streckenabschnitt der Reise vorbereitet. Es warten Tage ohne Versorgungsmoeglichkeiten und lange Strecken auf Schotterstrassen auf uns. Ausserdem wird es recht bergig zugehen. Eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung ist uns die Beschreibung des Streckenabschnittes durch die Familie Pressl, die ihre Erfahrungen in einem Update im Lateinamerika-Bikebuch niedergeschrieben haben. Danke!! Wann wir wieder einmal in den Genuss einer Internetstation kommen werden, koennen wir im Moment nicht sagen. Also: Abenteuerfaktor pur!!

Malargue. 13. Nov. 2012

Die etwa 200 km von San Rafael nach Malargue haben wir uns in drei Etappen aufgeteilt. Die 1. Etappe fuehrte von San Rafael stets aufwaerts, vorbei an ausgedehnten Obst- und Rebenanlagen zu einer Passhoehe von ca. 1500 m. Nach einer Abfahrt kommen wir in eine ausgedehnte Puna-Hochebene. Es ist Sonntag und viele Autos fahren mit Booten beladen (komisch anzusehen in der Wueste) vermutlich zu dem Stausee bei Nihuil. Wir sind total ueberrascht, an der Abzweigung nach Nihuil einen Kiosk zu finden, wo wir uns ein kuehles Bier genehmigten. Die frueher betriebene Tankstellle ist allerdings geschlossen. Interessant war ein Blick in das Gaestebuch, in das sich schon viele Fernradler eingetragen hatten. Auch wir sind jetzt darin eingetragen.Nach etwa 85 km kommen wir zu Salinas und stellen unser Zelt hinter einem kleinen Erdhaufen auf. Wir geniessen einen herrlichen Blick auf die Andenkette, die hier knapp 5000 m hoch ist. In der recht kuehlen Nacht leuchten die Sterne vom Himmel und die gesamte Milchstrasse ist zu bewundern.

Am anderen Tag muss eine weitere Anhoehe ueberwunden werden und beim Kochen vor der Einfahrt zu einer Finca kommt der offensichtliche Betreiber auf uns zu. Wir erfahren, dass sein Besitz runde 25 km lang ist und er hier 17000 ha sein Eigen nennt. Auf die Frage, wie viele Tiere er hat gibt er ausweichend die Antwort, es seien nur noch wenige, weil ein Grossteil seiner Tiere verdurstet seinen. Es habe hier seit drei Jahren nicht mehr geregnet und auch die mit Windraedern betriebenen Tiefbrunnen foerdern fast kein Wasser mehr. Mitten in dieser Hochebene erhebt sich wie ein Maulwurfhuegel der 2500 m hohe Co. Diamante. Stets aufwaerts erreichen wir gegen Abend den kleinen Ort Sosneado, wo wir zwar keine Unterkunft, aber eine Tankstelle mit WIFI-Empfang vorfinden. Ganz in der Naehe stellen wir unser Zelt auf und koennen uns in der Tanke mit Speis und Trank versorgen.

Das letzte Teilstueck ueber 50 km bis Malargue war leicht zu bewaeltigen. Hier finden wir nach drei Tagen ein Hotel und natuerlich war die Dusche ein herrlicher Abschluss dieses Streckenabschnittes. Kurz vor Malargue geht uebrigens eine Stichstrasse nach Las Leñas, dem groessten argentinischen Wintersportort, wo auch Weltcup-Rennen ausgetragen werden. Ansonsten ist der Ort dadurch bekannt, dass hier ein Observatorium ist; dazu etwas in einer Bildunterschrift.


Entlang der Anden haben wir staendig herrliche Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel, die hier bis 5000 m hoch sind.


Die Kleinstadt Malargue ist Sitz des Pierre-Auger-Observatoriums. Hier wird Astrophysik betrieben und das Eindringen hochenergetischer kosmischer Strahlung in die Erdatmosphaere erforscht. In der weiten Ebene um Malargue und Sosneado stehen 1600 tankaehnlicher Detektoren. Leider ist wegen eines Kongresses in dieser Woche ein Besuch des Observatoriums nicht moeglich. (www.auger.org.ar) Ausser dem wird in der Gegend um Malargue Uran abgebaut.



Auf einem Parkplatz kurz vor San Rafael bekamen wir beim Kochen Besuch von dieser netten argentinischen Familie -siehe auch Gaestebucheintrag vom 10. November 2012-


Die 130 km lange Strecke von San Carlos bis San Rafael konnten wir nicht an einem Tag bewaeltigen, also mussten wir nach ca. 75 km eine Biwakstelle suchen und durften unser Zelt beim einzigen Haus weit und breit aufstellen. Die Finca wird von einem aelteren Herrn betrieben. Sein Neffe -Jorge- kam an diesem Morgen zu Besuch. In der Nacht hat ein Zonda gewaltig geblasen - doch unser MSR-Zelt hat zum Glueck Stand gehalten. Nach dem Sturm kam ein kurzer Regen, obwohl es in dieser Gegend seit Jahren kaum einmal geregnet hat. Hinter dem Regen erlbten wir einen Temperatursturz von 42 Gr. am Vortag auf 11 Gr., so dass erstmals die Stulpen und Handschuhe zum Einsatz kamen.


Gewaltig sind die Aussichten von San Carlos -oestlich Mendoza- in die Cordillieren.



Diese beiden freundlichen Mitarbeiter des I-Punktes in der Via Garibaldi in Mendoza gaben uns wertvolle Hinweise zum Verlauf unserer naechsten Etappen. So erfahren wir, dass es im Bereich San Rafael haeufig starke oertliche Regenfaelle geben koenne, die Geroell und Morast zu Tale reissen. Also jeden Tag die Wettervorhersage abfragen und noetigenfalls einen Tag pausieren. Danke!!!


Von Mendoza unternahmen wir eine organisierte Tour in die Hochregionen der Anden bis zur Grenze nach Chile am Bermejo-Pass. Hier gibt es mit der Puente del Inca ein seltenes Naturwunder zu besichtigen: die Bruecke ist kein Bauwerk der Inkas, sondern in Wirklichkeit ein natuerlicher 47 m hoher Bogen, der sich durch Erosion ueber den Rio Mendoza gebildet hat. Hier entspringen auch stark stark schwefelhaltige, heisse Quellen...


.....und wir konnten den mit 6962 m hoechsten Berg Amerikas, den Acongagua, aus respektablem Abstand bestaunen und fotografieren. Ca. 4000 Bergsteiger versuchen jedes Jahr, ihn zu besteigen.


Nur ungern verabschieden wir uns von San Juan, der sehr gruenen Stadt mitten in der Wueste. Nachdem die Stadt im Jahre 1944 durch ein Erdbeben voellig zerstoert wurde und etwa 10000 Menschen zu Tode kamen, wurde sie unter Leitung des spaeteren Praesidenten Peron neu konzipiert und grosszuegig Platz fuer Baeume geschaffen. Diese spenden jetzt in einer der heissesten Gegenden Argentiniens wunderbaren Schatten. Es sollen insgesamt ca. 50000 Baeume in der Stadt stehen. 



Wir haben eines der letzten freien Hotelzimmer dank Vermittlung durch Annette  (stammt aus Empfingen) ergattert.Im nahen Chile  hat man naemlich Feiertage und nutzt diese, um in Mendoza und Umgebung etwas zu unternehmen. Zusammen mit Annette und Christoph (Rucksackreisender fuer ein halbes Jahr) erleben wir einen froehlichen Abend. Und das nach 112 km - Tagesrekord. Doch es wird Zeit, endlich ein paar Geschichten  aufzuschreiben (gab schon freundliche Ermahnungen aus dem fernen Australien). Also hier ein paar Dinge im Rueckblick... verbunden mit versteckten Hinweisen zu unserem Bilderraetsel (Uebernachtung in der Quebrada de las Conchas), das  noch nicht geknackt ist.


Von Belen nach San Blas schaffen wir am 17. Oktober 100 Kilometer,schwatzen ausgiebig bei einem Bier in einem Kiosk mit Rosa, die ihre Pfandflasche nicht ausser Haus gibt. Die Goldminen stehen in der Kritik (wie bei uns S 21 oder Atomkraft), denn "Wasser ist Leben".Diese Aufschrift sehen wir auf etliche Mauern aufgesprueht.

Wir zelten rund 20 Kilometer spaeter auf einem offiziellen Campingplatz, leider auf Stupfeln der Algarobo-Baeume. Unsere erste duenne Plastikunterlage fuers MSR-Zelt ist damit unbrauchbar. Leider hat man dem ansonsten schoen eingerichteten Platz das Wasser abgestellt- zum Glueck haben wir noch genug Reserve im Wassersack fuer eine ordentliche Erfrischung.


In Pituil (18. Oktober) mieten wir ein Zimmer bei der naechsten Rosa. Wir sitzen  im kombinierten Wohnzimmer mit Friseursalon und Kiosk (Verkauf durchs Fenster). Rosa kommt eigentlich aus Buenos Aires und hat sich dort in einen Musiker verliebt, der aus dieser einsamen Gegend stammt. Rosa zeigt uns ihre drei Gaestebuecher, die sie seit 2001 fuehrt. Sie erzaehlt uns,dass viele Radler vorbeikommen. Auch eine junge Schweizerin habe bei ihr uebernachtet, die Tage spaeter (2004) fuer immer verschwunden sei. Annagreth Wuergler wurde ermordert. Ihre Leiche  und ihre Sachen wurden nie gefunden. Es gibt einen Gedenkstein,den wir spaeter am Strassenrand sehen. Wie wir im Internet lesen, gibt es  einen rechtskraeftig verurteilten Beschuldigten. Das Schicksal der jungen Frau beruehrt uns sehr. Wir fuehlen mit den Eltern und ihrem Verloben, der nach drei vier Wochen ohne Lebenszeichen (damals waren die Kommunikationsmoeglichkeiten nicht so komfortabel wie heute) vergeblich auf die Suche nach ihr ging.



In Chilecito (19. Oktober)  spricht uns Lorenz aus Bayern an, der hier fuer die Organisation "weltwaerts" ein soziales Jahr absolviert. Auch er hat die Geschichte von der verschwundenen Schweizerin gehoert. Nach zwei Monaten  Aufenthalt als Gastschueler in Chile sammelt der junge Mann nun seine naechsten Lateinamerikaerfahrungen mit gerade Mal 18 (G8) - beneidenswert. Von Chilecito aus fahren wir am 21. Oktober (mit Auto und Guide) in den beeindruckenden Nationalpark Talampaya mit seinen glattgeschliffenen Felswaenden. So sehen wir einen Teil  der naechsten Etappe.aus der Perspektive des Autoreisenden. Unser Guide ist ein lustiger Typ, dem die Geschichten auf der langen Autofahrt nicht ausgehen. So erzaehlt er uns augenzwinkernd, die Deutschen wuerden ihre Schwiegermutter "Ach" nennen. Ach ist wohl ein schlechtes Wort - von wegen hier "ach - wie schoen"  - das  sagt man ja  so schnell dahin, klingt aber fuer hiesige Ohren wohl seltsam. Ach - da muessen wir uns noch viele Floskeln abgewoehnen.


und mehr als zwei Stunden Wartezeit aufs Zimmer.

Sah es vom Autoruecksitz schlimmer aus oder waren wir einfach gut drauf? Wer weiss. Ich (Verena) hatte Bedenken,dass wir den Anstieg (Schotter) ueber die Cuesta de Miranda (den wir von der Tour nach Talampaya schon  kannten) bis in den naechsten Ort mit Hostal  an einem Tag schaffen. Deshalb habe ich unser Zimmer erst fuer Dienstag vorbestellt. Ein Fehler. Wir treffen am Montag  vor 17 Uhr ein und warten bei Wein und Walnuessen auf den Sohn der alten Frau, die uns in den Kiosk mit ein paar Tischen hinein bittet und insbesondere darauf achtet, dass wir unser Gepaeck sicher abstellen.Ihr Sohn hat den Schluessel fuer das Zimmer, arbeitet aber im Strassenbau und kommt erst als es dunkel wird nach Hause. So nutzen wir die Zeit und winken den Teilnehmern einer Ruta 40-Rallye. Wir sehen aber mehr Begleitfahrzeuge als Wettbewerbsteilnehmer.Ein riesiger Lastwagen mit Zulassung in Gross-Gerau, Fahrer und Beifahrer, hielt im Anstieg Stunden zuvor. So haben wir erfahren,dass sie fuer einen (!) Kunden diesen Service bieten. Sicher ein verdammt teurer Spass.


Zwischen Villa Union (24. Oktober) und San Jose de Jachal (26. Oktober) kommt nicht viel. Wir wollen zunaechst in Guandocol gar nicht glauben,dass das schoene Hotel mit Pool voll belegt ist. Wir finden im Ort nichts anderes und fragen nach der Siestazeit (die man hier pflegt) noch mal nach. Tatsaechlich ausgebucht. Hier wohnen Minenarbeiter. Wir stellen auf einem Tagespark unser Zelt auf, breiten die inzwischen zweite  Unterlage, die farblich perfekt zum roten MSR-Innenzelt passt auf und wehren (erfolglos) die Schnaken ab. Am naechsten Morgen haelt ein Feuerwehrauto an: niederlaendische Zulassung.Es ist das Begleitfahrzerug fuer 25 Radler, die Mitte August in Ecuador losgefahren sind und die 11000 Km bis Ushuaia schaffen wollen www.bike-drems.com


Die ohne Gepaeck fahrenden Radler schaffen 150 km pro Tag und mehr. Da muessen wir passen und rechnen mit einer zweiten Zeltuebernachtung. Nach 76 km sehen wir gruen in der Ferne, Baeume. Gibt es doch ein Hospedaje? Wir fragen einen Polizisten,der an einer  der haeufig eingerichteten Stellen zur Verkehrskontrolle Dienst schiebt. Er bietet an, hinterm Haus zu zelten, zeigt aber auch die beiden Zimmer,die er und sein Adlatus bewohnen. Ach - Da wollen wir nicht stoeren und Umstaende machen. Wir bauen auf, Helmut faehrt  weg , um beim Kiosk Getraenke einzukaufen. Der Polzist wird aufdringlich, verschwindet aber zunaechst bei Helmuts Rueckkehr. Danach mehrere Kontaktversuche. Schliesslich kommt ein dritter Mann, der von einer drei Kilometer entfernten Hosteria berichtet. Signal zum Aufbruch kurz vor dem dunkel werden. Die Hosteria ist zwar seit Jahren geschlossen,wie sich spaeter herausstellt, wir finden sie auch in einer engen Schlucht nur, weil ein Reiter uns noch einmal den Weg beschreibt. Nach dem zweiten Zeltaufbau ist uns der Appetit vergangen. Katzenwaesche, noch ein Schluck Bier und ab in den Schlafsack. Morgen wartet ein harter Anstieg.

Helmut hat  ja bereits geschildert, dass wir 160 Kilometer mit Blaulicht  ins Regionalkrankenhaus gefahren wurden  (er auf dem Hinweg mit Halskrause und Infusion, auf dem Rueckweg immer noch liegend, aber mit der Aussage,dass alles okay ist). Nur noch so viel: Bei der Roentgenaufnahme "durfte" ich als Begleitperson neben ihm stehen und die Platte halten. Zu viel Strahlen? Auch egal. Hauptsache wir koennen aufatmen.


Wir nehmen die Strecke von San Jose de Jachal nach San Juan unter die Reifen. Zum Glueck kenne ich sie schon durch die Sankafahrt. Gute Tipps fuer Uebernachtungen auf den 160 Kilometer gab Sanitaeter Marcello. Bis zur Mittagspause laeuft alles gut, doch dann setzt der heisse Sandsturm ein,den man hier Zonda nennt. Brutal. Vorausgesetzt die Abenteuerskala reicht bis 20 Punkte, so haben wir die 18 gut erreicht... und ich hoffe, wir muessen die Skala nicht irgendwann auf 30 neu festlegen.Die Strecke ist topfeben,doch der Gegenwind erlaubt nur ein Vorwaertskommen von 6/7 km/h. Am Ende erreichen wir nach 80 km eine Art Strassenmeisterei mit mehreren festen Gebaeuden.Hier kommen wir unter, muessen nicht mal unser Zelt aufbauen. Bei dem Sturm - er blaest bis Mitternacht- haette  uns auch unser Hilleberg-Zelt nichts gebracht. Ist doch klar, dass wir in San Juan den Luxus im Gran Hotel einfach nur geniessen.


22. bis 27. Okt. 2012

In den Wuestengebieten und selten vorhandenen Ortschaften darin gibt es leider kein schnelles Internet - deshalb jetzt eine geraffte Zusammenfassung dieser Tage: wir fahren -meist mit Gegenwind- durch unendlich lange Wuestentaeler in denen ausser Sand nur kleine Kakteen und viele Stachelbuesche und -Baeume wachsen. Die Dornen sind bis zu 10 cm lang und koennen sogar Autoreifen durchstechen. Die Zeltunterlage fuer unser MSR-Zelt war schnell voll bespickt mit Dornen, sodass wir zum Schutz des Zeltbodens eine dickere Unterlage gekauft haben. Nicht umsonst nannten die Ureinwohner diese Gegend "Land des Sandes". Aber auch zwei Hoehenzuege mit Steigungen bis 12 Proz., zum Teil nur geschottert, mussten ueberwunden werden. Verena fuhr wie eine Welstmeisterin da hinauf, obwohl sie seit dieser Tour einen mit ca. 5-6 L befuellten Wassersack schleppen darf. Diese Passagen sind meist sehr eng und ohne Absicherung geht es gut und gern bis zu 2-300 m fast senkrecht in die Tiefe. Da ist es besser, die andere Strassenseite zu benutzen und nicht hinunter zu schauen.

Beim letzten starken Anstieg, kurz vor der Passhoehe ist es dann passiert: Beim Schalten auf den kleinsten Gang geriet bei ca. 10 Proz. die Kette zwischen Zahnkranz und Speichen und ich (Helmut) fiel wie ein Maikaefer um. Passiert ist so gut wie nichts, ausser dass eine Speiche einen leichten Defekt erhalten hat und mir ein kraeftiger Schreck in die Glieder fuhr. Aber es kam noch dicker: Da es nur noch 20 km bis zu unserem Etappenort Jachal waren, haben wir nicht mehr gekocht und kamen dort mit grossem Hunger an. Ohne Duschen schnell ins Restaurant. Beim Anblick des argentinischen Steaks wurde mir schlecht. Auf dem Weg zur Tuere, um mich auf eine Bank zu legen, schlug es mich um. Beim Fallen schlug ich auch noch den Kopf in Hohe der Augen an einem Tisch an. Kurze Zeit spaeter kam ich wieder zu mir, wie Verena, die Wirtsleute und Gaeste sich um mich kuemmerten. Schnell kam die Ambulanz und ab ging es zum oertlichen Krankenhaus. Es folgten Untersuchungen usw. Der Arzt draengte auf eine neurologische Untersuchung im 160 km entfernten Zentralhospital in San Juan. Ab ginbg die Post im Liegendtransport weitere Untersuchungen und es folgte das erloesende o.K. des Mediziners. Der Sanka brachte uns zurueck ins Hotel. Um 10 Uhr abends konnten wir Duschen und endlich etwas essen.

Zu unserer angenehmen Ueberraschung verlangten weder die Wirtsleute etwas fuer das nicht eingenommene Mittagsmahl noch das Krankenhaus fuer die Transporte und Untersuchungen. In Argentinien sind alle Erstversorgungen kostenlos.


Bei der ehemaligen Goldstadt Chilecito wurde in den Jahren vor 1903 unter der Leitung eines deutschen Ingenieurs die mit 37 km laengste Materialbahn der Welt erbaut. Mit der Bahn wurde goldhaltiges Gestein aus dem Massiv des 6250 m hohen Famatina (im Hintgergrund zu sehen) ins Tal befoerdert und hier verhuettet. Famatina bedeutet uebrigens in der Sprache der Ureinwohner "der Berg der Gold macht". 1923 endeten die Schuerfrechte und seither steht die Bahn still und rostet als Museum vor sich hin.


Die allermeisten Fluesse sind total trocken. Viele von ihnen fuehren nur wenige Stunden im Jahr Wasser - aber dann stuertzen die Wassermassen mit Gewalt ins Tal und reissen alles mit sich. Unten versickert das Wasser dann im Sand. Aber ab und an muss diese Radlerin auch einmal durch eine Wasser fuehrende Badena (so werden die Fahrbahnsenken angekuendigt) fahren.


Keine Sorgen: so weit wollen wir nun doch nicht radeln. Die suedlichste Stadt der Welt ist aber Ziel so mancher suedlich fahrenden Touristen, egal ob mit Auto, Motorrad oder Fahrrad. Wir trafen auf eine Gruppe organisiert fahrender Radler, die in dieser Gegend schon 7000 km hinter sich und diese Strecke noch vor sich hatten.

Villa Union. 23. Okt. 2012


Die 1100 Hoehenmeter von Chilecito  ueber die Cuesta Miranda  nach Villa Union schaffen wir besser als gedacht, trotz 20 km Schotterstrecke. Eine grandiose und wilde Landschaft . Durch eine  Rallye auf der Ruta 40 wurden wir einige Male kraeftig eingestaubt.

Chilecito, 21. Okt. 2012

Mit hohem Interesse haben wir im fernen AR das Ergebnis zum Rathausneubau gelesen.

Wir haben heute einen Abstecher zum Nationalpark Talampaya unternommen. Einen kleinen Eindruck soll das Bild vermittleln. Der NP ist uebrigens als UNESCO-Weltnaturerbe eingetragen.

In den naechsten Tagen erwarten uns sehr anstrengende Tage im Niemandsland mit Schotterpisten, Anstiegen, Freicamping und Wasserschleppen!



Wir sind in der frueheren Goldstadt Chilecito angekommen. Es ist sehr heiss mit ueber 40 Gr.




Auf einer 2800 m hoch gelegenen Puna Ebene hatten wir grosse Probleme, im tosenden Sturm, unser Zelt aufzustellen. Das Bild entstand am anderen Morgen bim Abbau.


Bei km 4110, nahe des Dorfes La Cienga fanden wir zu unserer grossen Ueberraschung die nette Hosteria Oeste Paraiso, wo uns Daniel ein gutes Essen servierte.


                                      In der Catamarca


Junge Leute am Platz in Belen: Knatterkisten, Smartphon und Schuluniform


In Belen treffen wir zufaellig Uschi und Hermann aus Berlin ........


...sie sind seit mehreren Monaten mit ihrem Riesenwohnmobil in Suedamerika unterwegs


Belen, 16. Okt. 2012

Die Kioske und Hosterias sind durchaus auf Radler eingestellt. Das ganze Jahr ueber  ist die Ruta 40 ein Anziehungspunkt fuer Radtoureros. Saison sei zwischen November und Februar, erfahren wir. Viele Nationen sind vertreten: Schweizer, Italiener, Japaner, Chinesen, US-Amerikanerund viele mehr, auch etliche Deutsche áemen gelegentlich vorbei.Die Ruta 40 ist zum Teil sehr breit ausgebaut und asphaltiert - gerade in der "Naehe" von zwei Minen (Gold, Silber, Kupfer).Es werden grosse Strecken fuer die Asphaltierung vorbereitet. Das bedeutet fuer uns: 36 km Schotter am Stueck.

Nach einigen Tagen mit Rueckenwind, werden wir auf der Etappe nach Belen mit mit 700 m Hoehenmetern Abfahrt vom kraedtigen Gegenwind ausgebremst. Feinster Staub liegt in der Luft - sieht aus wie Inversionswetterlage bei uns im Winter. In der oertlichen Zeitung sind Windgeschwindigkeiten von 70 km/h ein Thema. Strommasten wurden umgeknickt, Baeume entwurzelt und die Leute trugen zum Teil Gesichtsmasken, um sich vor dem feinen Staub zu schuetzen.

Weil der vorhandene Rechner und die Leitungen seeehr langsam sind, koennen wir leider erst spaeter einmal Bilder hochladen. Wir haben in den naechsten Tagen aber zwei oder drei Etappen ohne jede Infrastruktur vor uns und das heisst: Wasser und Proviant schleppen und natuerlich frei biwakieren. Bis demnaechst!!!

 

Liebe Leser unserer Homepage!

Lange hat es gedauert, bis wir einen schnellen Internetzugang gefunden haben. ]Wir sind schon auf der Ruta 40 und haben herrlich heisse Tage und staendig argentinisch blauen Himmel. Hier einige Bildereindruecke unserer bisher erfolgreich verlaufenen Reise.


Blaues Wunder: Radverpackung a la Argentina. Erst nachdem wir die Raeder in Buenos Aires einer vollen Ummantelung unterzogen hatten, nahm die Fluggesellschaft LAN diese mit nach Salta.


Wir sind auf der Fahrt von Salta nach Cafayate auf der Ruta del Vino.


Die Aufnahme vom Fruehstueck nach unserer ersten Zeltuebernachtung verbinden wir mit einer Raetselfrage: Was faellt euch/Ihnen an dieser Aufnahme auf?

Antworten  bitte an eine unserer E-Mail Adressen.

Unter den richtigen Einsendern verlosen wir ein Abendessen fuer  zwei Personen , einzuloesenb nach unserer Rueckkehr.


Felsformationen in der Quebrada de las Conchas und feiner Asphalt!


Nicht nur  Wein - auch Kakteen am Wegesrand.