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Einträge

Vorbereitende Arbeiten für die Neuseelandreise:
Helmut bringt mal wieder seine Nähkünste in Einsatz.

Die "Fähnele" (Flags) für den Anhänger sind  schon mal gerichtet. Zum Glück haben wir die Neuseeland-Fahne am Ende unserer Neuseeland-Reise im Jahre 2014 mit nach Hause genommen und die Neuseeländer konnten sich im "Flaggenstreit" auf keine neue Flagge einigen, sodass die alte noch gültig ist.







In Frankfurt warten wir mit der gesamten Ausrüstung auf das Einchecken




Ein Jumbo-Jet A380-800 bringt uns von Frankurt nach Dubai und von Dubai nach Christchurch, mit einem Tankstop in Sydney


Auf Display verfolgen wir den Verlauf des langen Fluges


Ankunft in Christchurch


Radlerkollegen aus Bayern und Thüringen montieren vor dem Flughafengebäude ihre Räder zusammen.


Das sind die Stichworte für einen trotz allem sehr angenehmen Flug. In Frankfurt müssen Landebahn und Tragflächen enteist werden. Der A380 hebt eine Stunde später als geplant ab und muss in Dubai wegen Nebels noch eine Runde drehen. Damit ist der  knapp vierstündige Zwischenaufenthalt nicht ganz so lang? Denkste.

Durch den dichten Nebel gibt es einen Rückstau. Die Maschine nach Sydney / Christchurch startet eine Stunde später. Drei Radler aus Bayern und Thüringen sitzen wieder verteilt in den Reihen vor und hinter uns. Da geht der Gesprächsstoff nicht so schnell aus, zumal mal sie zusammen auch schon in Chile/Argentinien unterwegs waren.

Zwischen Sydney und Christchurch wird es bei Wind  noch einmal recht ungemütlich. Da vergeht einem der Appetit auf Weihnachtsschokolade von  Peter Kerber aus der Zunftstube. Ein Stück der angebrochenen Tafel mundet aber einem jungen Mann aus Christchurch.  Er nimmt den Rest mit durch den Zoll. Wir haben nichts essbares dabei. Die harte Strafe für einen Apfel, die 2014 eine junge Mutter zahlen musste, war Abschreckung genug.

Für unsere sorgfältig geputzten Räder wird Helmut bei der Einreisekontrolle sehr gelobt. Dennoch muss das Zelt zur Desinfektion.

Nach der ersten Nacht (Aufwachen bei Vogelgezwitscher) und einem späten Mittagessen, trinkt Helmut am Abend schon die dritte Tasse Tee. Keine Sorge - er ist nicht krank. Wir haben den Zeitpunkt für einen Einkauf zum Abendessen einfach verschlafen. Zwölf Stunden Zeitunterschied, 23 Stunden Flugzeit und 36 Stunden Reisezeit, stecken wir halt doch nicht so leicht weg.

Noch zwei Tage Christchurch und wir schwingen uns auf die Räder.


Das Erdbeben am 22. Februar 2011 hat fast die gesamte Innenstadt von Christchurch zerstört. In der Nähe des Zentrums hat sich danach ein neues Geschäftszentrum in Containern namens Re:Start Mall entwickelt.


Mit riesigen Kugeln wird am Eingang zum berühmten Hagley Park ein Baum als Weihnachtsbaum geschmückt. Da muss schon mal schweres Gerät aufgefahren werden.


Dieses indische (Ehe) Paar (links) wollte unbedingt ein Bild mit dem radelnden Paar aus Germania machen. Ein chinesisches Paar gesellte sich noch schnell dazu.


Wir waren überrascht und sehr erfreut, dass wir vor dem Tourist-Informationsbüro von so einem Komitee, einschießlich der Frau Bürgermeisterin, erwartet wurden.
Aber schnell stellte sich heraus, dass die Abordnung der Stadtoberen nicht uns, sondern dem (Noch) Premierminister von Neuseeland, John Key, galt, der pünktlich wie angemeldet um 12 Uhr zur offiziellen Eröffnung des Tourist-Infobüros am neuen Standort im Gebäude einer früheren Universität, eintraf.



Wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort: Neuseelands Premierminister John Key wird von der Bürgermeisterin in Christchurch begrüßt.



Helmut baut nach dem langen Flug die Räder und den Anhänger zusammen. Natürlich muss auch wieder Luft in die Reifen.Aber irgendetwas stimmt nicht. Was ist das?

Mit der ersten richtigen Antwort gewinnt ihr den Hauptpreis. Ein Vier-Gänge-Menü, Chefkoch Helmut wird sich etwas Gutes ausdenken und die Dessertkreation eventuell delegieren. Unter den weiteren Einsendungen verlosen wir eine Teilnahme.

Einsendungen gerne über das Gästebuch. Die Beiträge werden erst veröffentlicht,wenn das Rätsel bereits eine längere Zeit gelöst ist. Also keine Sorge. Mit etwaigen Mutmaßungen bringt ihr Konkurrenten nicht auf die Spur.


Nach drei Tagen der Erholung für den langen Flug und  Umgewöhnung auf die neue Zeit (immerhin 12 Stunden plus) geht es los auf unsere erste Neuseelandrunde.





Auf einer früheren Eisenbahntrasse wurde ein interessanter Radweg (hier Trail genannt) ausgebaut. Er führt in das ca. 60 km entfernte LITTLE RIVER, das im südlichen Teil der Halbinsel Banks liegt.


Auf einem DOC-Campingplatz (Platz, oft in einem Naturschutzgebiet, ohne Anwesenheit eines Verantwortlichen, immer mit Toilette und meist mit Wasserversorgung) stellen wir erstmals unser Zelt auf. Später kommen noch zwei Campervans hinzu. In der Nacht wird unser Hilleberg-Zelt einem Belastungstest ausgesetzt: Es regnet wie aus Kübeln geschüttet und ein kräftiger Sturm lässt die Zeltwände wackeln. Aber alles geht gut und am späteren Vormittag können wir unsere Route fortsetzen.


Little River war einmal Endstation der Bahnstrecke. Geblieben sind ein Bahnhofsgebäude (heute Museum) und alte Eisenbahnwaggons.


In Little River treffen wir auf das schweizer Ehepaar Trix und Urs


Dieses Bild zeigt die gesamte Halbinsel Banks mit den tief eingeschnittenen Fjorden. Von dem Naturhafen  aus am oberen Bildrand sind viele Südpolexpeditionen gestartet. Am unteren Bildrand loinks liegt nach dem kleinen Fjord die frühere Bahn-Endstadtion Little River.


Die Welt ist so klein.....Im August 2016 wurden wir auf einem Campingplatz bei Nierstein angesprochen: "seid ihr nicht die Fernradler aus Villingen?" Wie sich im Gespräch herausstellte, waren Daniela und Martin  bei der Vorbereitung zu ihrer einjährigen Radtour zufällig auf unsere Homepage gekommen. Sie waren auf der Anfahrt zum Flughafen Frankfurt.
Wir verabschiedeten uns mit: "Vielleicht treffen wir uns in Neuseeland."
Dezember 2016: Auf der Rückfahrt von Little River nach Christchurch legten wir in einem einsam gelegenen Café eine Pause ein. Ein Radlerpaar betritt das Lokal: mit den Worten :"Das sind doch Verena und Helmut.." Es waren  Daniela und Martin aus Rottweil ,die jetzt nach einer Tour entlang der amerikanischen Westküste in Neuseeland unterwegs sind. Die Überraschung und Freude über dieses zufällige Zusammentreffen war beiderseits riesengroß.Wir wünschen weiter gute Fahrt.



Auf dem ersten Trip erleben wir den vollen Kontrast. Sehr heiss (28° im Schatten, 40° am Lenker, Rückenwind, nachts Platschregen und Gewitter, bei der Weiterfahrt Gegenwind und in der nächsten Nacht und am Tag Dauerregen bis 15 Uhr. Es gießt wie aus Eimern und das bei 10°. Da hilft nur nette Gesellschaft in der Kochhütte.
Der Trail fährt sich ganz, bis auf die Stellen, die mit hohem Gras bis auf eine Reifenspur zugewachsen sind. Zum idyllisch gelegenen Naturcamp geht es kräftig hoch. Trockentoilette, viele Blumen, herrliches Vogelkonzert , nette internationale Gäste. Ein US-Amerikaner spendiert uns bei der Ankunft zwei kühle Bier.


Die Vorräte sind nahezu aufgebraucht. Von Mehl, Wasser, Salz, Öl - in der Pfanne gebraten-, wie das zwei junge Frauen machen, wollen wir doch nicht leben. Wir düsen zurück nach Christchurch, zunächst mit Rückenwind, dann mit extrem kaltem Gegenwind - mehr als 9 km/h sind meist nicht drin.
Nach 70 km sind wir ausgekühlt, checken in einem Top Ten Motel ein. Heizung, heisse Dusche und Heizdecken tun gut. Doch trotz allem hat sich Verena eine kräftige Erkältung eingefangen. Es ist klar: So können wir nicht in die Berge fahren.

Unterwegs im Hagleypark





Helmut am Stamm eines Rieeesenbaumes


Jetzt ist der Riesenweihnachtsbaum fertig geschmückt.



Die Verkehrsführung für die Radfahrer ist in Christchurch insbesondere in den Ausfallstraßen vorbildlich - und Verena fährt seit Christchurch in neuer Warnweste!


Wir sind froh, nach einem Tag mit heftigem Gegenwind eine halbwegs ordentliche Campingstelle zu finden.


Die Berge kommen näher



Der erste Pass ist überwunden


Das historische HURUNUI-Hotel



Nicht mehr weit bis Hanmer Springs



Die weithin bekannte historische WAIWU Brücke, die in den 1880er Jahren als  Eisenbahnbrücke erbaut wurde und eine noch ältere Holzkonstruktion ersetzte. Heute ist sie eine (wackelige) einspurige Brücke für den Straßenverkehr, die nur im Schritttempo überquert werden darf.




Für die knapp 150 km von Christchurch nach Hamner Springs in den südlichen neuseeländischen Alpen brauchen wir mehr als 12 Stunden reine Fahrtzeit, verteilt auf drei anstrengende aber wunderschöne Tage. Es geht zwar nicht so stark bergauf, maximal 5 bis 6 Prozent, doch der sehr heftige Gegenwind bremst uns aus.
Auf dem Highway 7 sind Lastwagen in allen Größenordnungen bis 10 Achsen, Campervans und hochmotorisierte SUVs, ein paar Motorradfahrer und noch weniger einheimische Radler (ohne Gepäck) unterwegs. Die Strecke über den Lewispass ist nach dem Erdbeben die einzige befahrbare Verbindung nach Norden und entsprechend stark frequentiert. Doch es werden große Anstrengungen unternommen, den Highway 1 an der Ostküste über Kaikoura wieder befahrbar zu machen, Aber die Erdbebenschäden sind enorm, wie man den hiesigen Zeitungen entnehmen kann.

Mit einer von weitem sehr gut sichtbaren Windweste in orange-blau-weiß ist Verena als "Schlußfahrzeug" gut zu erkennen.Wenn kein Gegenverkehr kommt, machen  die Fahrzeuglenker einen großen Bogen um uns.
Nahe Amberly dürfen wir für 10 NZ-Dollar (ca. 6.65 €) in einem Adventure-Park unser Zelt aufstellen. Im ausgedehnten Park hat sich eine Gruppe von Menschen versammelt, die ein 'pazifischen'  Aussehen haben. Diesen Begriff haben wir in einer Zeitung gelesen und hoffen, dass er politisch korrekt ist. Es ist offensichtlich eine religiöse Vereinigung, die am Abend schöne Musik macht.
Die 360 m Höhenunterschied gepaart mit dem starken Gegenwind am Tag 2 machen uns unsere Grenzen deutlich. Es geht über den Wekapass. Die Gegend ist fruchtbar. Die Farmen brauchen jedoch große Beregnungsanlagen, der ständige Wind trocknet die Böden stark aus. Am Wegesrand blühen schöne lila-blaue Lupinen. Die z.T. alten knorrigen Kiefern duften wunderbar.
 
In dem kleinen Ort Culverden treffen wir auf dem Dorfcampingplatz (mit Dusche,Küche und Aufenthaltsraum) Dave aus Toronto (Kanada). Ein Mantel ist gerissen, aber da er 29er Reifen fährt, gestaltet sich der Ersatz per Express aus Christchurch schwierig. Ob er wohl noch immer wartet? Er fährt übrigens mit einem E-Bike, Modell Eigenkonstruktion. Er bewundert uns über das von uns mitgeführte Gepäck ohne Elektropower.

Am dritten Tag sehen wir nach einer netten Pause nahe der Verzweigung vom Hw 7 zur Stichstraße nach Hanmer Springs bei einem Jet-Boat-Vermieter (ohne Service), 400 m weiter ein Café. Der Blick zur historischen  Brücke nach Hanmer Springs (siehe Bilder) ist phänomenal. Da fahren wir gerne für ein paar Fotos zurück. Noch ein kräftiger Anstieg, dann geht leicht ansteigend nach Hanmer Springs. Auf einer Wiese links kurz vor Hanmer Springs weidet ein Rudel Hirschbraten im Gehege und gleich am Ortseingang wedelt die Fahne vom top10 Camping einladend im Wind.



Hanmer Springs liegt in herrlicher alpiner Landschaft in den südlichen neuseeländischen Alpen


Schon in den 1880er Jahren wurden die heissen Quellen entdeckt und sind heute das Zentrum des hiesigen Fremdenverkehrs


Bei eher kühlen Temperaturen genießt  Helmut den Whirlpool mit fast 40° warmem Wasser



Der Campingplatz von top10 lässt so gut wie keine Wünsche offen. Hier ein Blick in das Wohnzimmer.


Heute zaubert der Chefkoch in einer von drei Küchen eine köstliche Fisch-Reis-Pfanne.



Nach einem regnerischen und kühlen 23. Dezember war der Heilige Abend hochsommerlich und so machte es Spaß, den Weihnachtsbraten in Form von Barbeque zuzubereiten.

Wir wünschen euch allen ein

Frohes Weihnachtsfest.

Bei uns geht es am 25. Dezember weiter.Mehrere Tage voraussichtlich kein Internet.
Bis demnächst.



Wir haben zwar -verglichen mit anderen Radlern- viel Gepäck dabei, dennoch ist der Bestand übersichtlich. Es geht allerdings nichts über die Devise: "alles hat seinen Platz". Schreck am Morgen: Wo sind Helmuts Reisehandtücher? Am Zaun aufgehängt und vom Winde verweht? Irgendwo liegen gelassen und von der Top Ten Putzkolonne gesichert? Zur Sicherheit fragen wir einmal nach. Fehlanzeige!"Hast du auch alles durchsucht? " frägt Verena. Schau doch zur Sicherheit mal in der gelben Tasche! Ta ta ta ta..... da sind sie ja. So klein und so praktisch. Ab sofort wieder an den rechten Ort gepackt: in die hintere rechte Satteltasche - da gehören sie hin!

Ordnung muss sein -Teil 2-

Wo sind die LammSteaks?

Top Ten Campingplätze bieten für die Gäste reichlich Platz in Kühlschränken. Name und An-oder Abfahrtsdatum drauf schreiben und schon haben verderbliche Waren einen guten Aufbewahrungsort. Wir sind schon vor dem 24.12. in Hanmer Springs und sichern uns bei den geringen Einkaufsmöglichkeiten schon einmal zwei Rindersteaks und ergattern  am nächsten Tag noch zwei schöne Lammsteaks. Doch, oh Schreck am 24.12. : Das Lammfleisch ist weg! "Habe es zum anderen Fleisch dazu gelegt", behauptet Helmut. Hat er aber nicht. Es hätte uns auffallen müssen, dass auch der Pflücksalat fehlte.
Helmut schwingt sich aufs Rad unbd fährt mit viel Adrenalin zum Supermarkt. Inzwischen entdecke ich (Verena) die vierte Vorratstüte in der obersten Etage. Ein freundlicher Campernachbar aus Wanaka fährt mich mit dem Auto schnell zum Supermarkt. So kann ich  Helmut gerade noch an der Kasse abfangen. "Und die Ehe ist gerettet", wie es der Kiwi treffend formuliert.
Merke: Hier wird nichts gestohlen. Man bekommt eher von abreisenden Campern das geschenkt, was sie noch übrig haben.


Die Weihnachtsdekoration fiel in diesem Jahr etwas bescheiden aus.



Wir nutzen den verkehrsarmen 1. Weihnachtsfeiertag, um bei schönem Wetter in Richtung Lewispass zu fahren. Die Anfahrt zum eigentlichen Pass ist viel schlimmer als der Pass: Immer wieder geht es steile Rampen bis 12 % auf- und abwärts, ohne tatsächlich Höhe zu gewinnen. Nach 70 km und fast 1100 m Anstiegen, übernachten wir auf einem DOC-Platz wenige Kilometer unterhalb des Passes. Wir sind beide platt. Leider gibt es kein frisches Wasser und wir haben Mühe, uns der tausenden Plagegeister namens Sandflies zu erwehren.



Unterwegs erfreuen wir uns an wunderschönen Aussichten und am Anblick schöner Blumen am Wegesrand wie an diesen herrlichen Exemplaren von großblättrigem Fingerhut.



Am 2. Weihnachtsfeiertag haben wir es geschafft. Wir genießen die Ausblicke.


Nach einer Motelübernachtung in Springs Junction geht es über einen weiteren Pass hinweg in Richtung der alten Gold- und Kohleabbaustadt Reefton. Schon im Anstieg fängt es an zu regnen und bei 10° ist es fast schon kalt. Erstmals kommt die Regenbekleidung in Einsatz.


Viel befahren, weil die Strecke Kaikoura nach dem Erdbeben gesperrt ist. Wir wählen den 25.12. als Tag für die Weiterreise. Eine sehr gute Idee. Es sind kaum Lastwagen unterwegs - auch sonst hält sich der Verkehr in Grenzen. Dennoch haben wir großen Respekt vor den vielen "Zacken" , die uns im Buch "Pedallers Paradise" steile Anstiege anzeigen. Bei der Abfahrt von Hanmer Springs zur Waiau Ferry Bridge kommt uns ein Linienbus mit Ziel Picton entgegen. Da der Thermalort, abgesehen von abententeuerlichen Mountainbikerouten, in einer Sackgasse liegt, muss der wieder auf unsere Richtung zurück kommen.

Spontane Idee:Den halten wir an, wenn er uns später überholt.Das klappt zum Glück nicht. Was hätten wir für wunderschöne Ausblicke verpasst. Okay, auf die hunderttausend Sandflies, kleine böse Biester, am Deer Valley hätten wir gern verzichtet. Für alle, die diese Kriebelmücken nicht kennen: Man hat tagelang etwas von den Bissen. Es juckt immer wieder. Helmut bekommt sogar an manchen Bissstellen richtige Brandblasen, die Tage brauchen, bis sie wieder verheilt sind.

Wir sind richtig stolz, dass wir die mehr als 1100 Höhenmeter und 70 km geschafft haben und sind beide total platt, als wir uns auf dem DOC-Campingplatz Deer Vallley bei einsetzendem Regen ins Zelt verkriechen können - ohne auch nur noch einen Bissen zu uns genommen zu haben.



Auf der Fahrbahn wächst Moos. Da wundert sich doch keiner mehr, dass wir bei leichtem bis stärkerem Nieselregen den Rahu-Saddel überqueren. Es riecht modrig, der Wald ist dicht, zsammenhängend mehr als 206000 Hektar im Viktoria-Forest-Park.
Mit jedem Kilometer abwärts wird es wärmer, von 10 auf 17°. In der Kohle- und Goldstadt Reefton riecht es nach brennender Kohle - Gold haben wir leider nicht entdeckt.


Reefton - Zentrum


Die Library im Zentrum sendet ein freies WLAN aus. Das nutzt Helmut, um die homepage wieder auf den neuesten Stand zu bringen.


Ein interessant gestaltetes Museum zeichnet die Geschichte des Ortes nach, der früher Quartzopolis hieß, weil im hier vorkommenden Quarzgestein Gold eingelagert ist und mühsam und in aufwendiger Weise herausgewaschen werden mußte. Damals lebten mehrere Tausend Menschen hier. Noch heute wird im Tagebau Quarzgestein gebrochen und Kohle gefördert.
Hier erfahren wir,dass die umliegenden Wälder mit Gebüsch und riesigen Bäumen hauptsächlich aus Beech-Bäumen bestehen, die nur hier und im Westen Südamerikas beheimatet sind.
Reefton rühmt sich, als erste Kommune auf der südlichen Erdhalbkugel bereits 1888 mit Strom versorgt worden zu sein. Bald danach wurden auch die Straßen elektrisch beleuchtet.


Wir kommen an drei riesigen Friedhöfen vorbei (getrennt nach Religionszugehörigkeit, Baptisten, Anglikanisch und römisch katholisch) , obwohl derzeit nur etwa 1000 Menschen hier leben. Die harten Arbeitsbedingungen in frührer Zeit haben offensichtlich hohen Tribut gefordert.


Wir verlassen die angenehme Ferienwohnung in einem historischen Gebäude, in dem vor Jahren ein Arzt seine Residenz hatte, um in Richtung Murchinson weiter zu fahren.


Hoch bepackt fahren die Kiwis in den Urlaub. Ein oder meist mehrere Boote, 4-5 Fahrräder sind die Standardausrüstung.


Die Suche nach einem störenden Schleifgeräusch an Verenas Vorderrad kostet uns viel Zeit (und Nerven).


Ab Reefton nervt ein Schleifgeräusch an Verenas Vorderrad. Streift der Reifen am Schutzblech? Nein! Nachölen wo angebracht. Keine Besserung. Bei Hoppelpiste und bergauf, Geräusch weg. Bergab so laut wie vorher. Fehlersuche und immer wieder Anhalten kosten viel Zeit.

Wir kommen deshalb nur bis zum 56 km entfernten DOC-Campingplatz bei Lyell. Hier entdeckte man 1862 Gold, und in den nächsten 40 Jahren wurde hier kräftig nach Gold geschürft. Bis zu 3000 Menschen, und 60 Bergleute, insbesondere aus der Schweiz und aus Italien, sollen hier einmal gelebt habren. Geblieben ist nach einem verheerenden Brand sowie zwei Erdbeben ein alter Friedhof und ein von der Naturschutzbehörde eingerichtet DOC-Campingplatz. Er ist Ausgangspunkt für Wanderungen und weltklasse Mountainbiketouren auf der Old Ghost Road. Für 18 km werden 4 Stunden per Rad und 4 bis 6 Stunden zu Fuß angegeben - also sehr anspruchsvoll!

Eine Goldgrube moderner Art ist die privat betriebene Buller George Swingbridge. Für 10 NZ-Dollar darf man im geregelten Einbahnverkehr die sehr wackelige 110 m lange Brücke über den Buller River passieren. Helmut investiert die 10 Dollar während Verena gerne! auf die Räder aufpasst. Der große Andrang verspricht gute Einnahmen.



Um sich gegen die kleinen fiesen Plagegeister Sandflies zu wehren,hilft es nur,sich ganz fest einzumummeln,obwohl es gar nicht soooooo kalt ist.  Ansonsten ist Bushmann Insect Repellent eine gute Wahl, um die Biester zu vertreiben.


Auf dem DOC-Campingplatz bei der früheren Goldgräberstadt Lyell hatten wir interessante Radlerbegegnungen:.....Lise und Damien aus Frankreich,die über Europa,Russland,teilweise mit Zug, durch die Mongolei und Asien nach Neuseeland gekommen sind (sitzend) sowie Oliver aus der Schweiz. Langzeitradler- da hören wir von abenteuerlichen Geschichten.


Weiter geht die Fahrt an diesem letzten Tag des Jahres 2016


Die Region Tasman (zur Erinnerung an den ersten Entdecker der Südinsel) ist erreicht.



Eine Attraktion in dieser Gegend: die 110 m lange Swingbridge (die längste in Neuseeland) über den tosenden Buller River.


Zugegeben: Unser Silvesterbuffet fällt in diesem Jahr etwas bescheiden aus.


Wir wünschen euch allen ein Gutes Jahr 2017, verbunden mit den besten Wünschen für eine gute Gesundheit und viel Zufriedenheit!

Wir werden den Rest des Silvestertages und den Neujahrstag in Murchinson verbringen.


Das neue Jahr beginnt mit Hausarbeit: die Wäsche muss auch mal wieder gewaschen werden. Der Wind bläst so kräftig, dass alles in kurzer Zeit trocken ist.


Im Haus neben uns wohnen Billy und Sandy. Sie kommen aus Alaska und sind ebenfalls mit Rädern unterwegs. Sie erzählen von ihrem Leben in Alaska in der Nähe von Bären und der wilden Landschaften. Sie wollen Ende Januar wieder zu Hause sein, um den wunderbaren Schnee für Langlauftouren nutzen zu können.


Die Suche nach der Ursache des schleifenden Geräusches an Verenas Vorderrad gestaltet sich schwierig. Helmut unternimmt alles Mögliche, um die Geräuschquelle zu finden: Schutzblech ausbauen, Konus prüfen -dazu muss erst das passende Werkzeug organisiert werden-, Bremsklötze verstellen usw. Alles hilft nicht. Bei unbeladenem Zustand läuft das Rad störungsfrei und nach Belastung schleift wieder etwas.

Dann endlich die Ursache gefunden!

Die Elektroleitung vom Nabendynamo nach oben zum Licht biegt sich bei Belastung nach innen und schleift am Reifen.

Mit der Neuverlegung des Kabels ist der "Schaden" schnell behoben.
Wir sind froh!!




Wie man sieht, ist das Kabel schon bis zur Elektroleitung durchgescheuert.


Die Elektroleitung ist jetzt neu außen entlang verlegt und dürfte keine Schwierigkeiten mehr bereiten.


Helmut ist froh, das Problem gefunden und gelöst zu haben. Die Fahrt kann problemlos weiter gehen!


Ein Regentag gibt Gelegenheit, das sehr interessant und umfangreich geführte Museum von Murchinson zu besuchen. Eine alte Fotografie zeigt, wie der Goldgräberort Lyell einmal ausgesehen hat.


Auch dieses Exemplar einer Telefonvermittlung (per Stöpseln) fanden wir museumswürdig.


Nach einem Pausen-Regentag mit Besuch des örtlichen Museums geht es am anden Morgen schoon um kurz nach 8 Uhr sensationell früh in den Sattel. Es wartet ja schließlich der Hope Saddle auf uns. In den ersten Stunden sind wenige Autofahrer unterwegs. Es bläst ein kräftiger Rückenwind. Er hilft uns, schneller auf der Höhe zu kommen als gedacht. In den engen Kurven xder Abfahrt hat schon so manches Fahrzeug am Ssphalt gekratzt. Da empfiehlt es auch für uns, sich mehr nach der Mitte hin zu orientieren, um die Kurve zu nehmen.


Bei aufklarendem Wetter geht es weiter dem Buller River entlang aufwärts in Richtung Hope-Saddle


Heute freuen wir uns über die kräftige Windunterstützung und kommen gut vorwärts.


Immer wieder fantastisch anzusehen: die riesigen alten Bäume.



Nach knackigem Anstieg (der Tacho zeigt eine Höchststeigung von 14% an) ist der Hope Saddle erreicht. Oben bläst ein kräftiger Wind und die Aussichten sind durch zum Teil tief liegende Wolken etwas eingeschränkt. Wir freuen uns auf die Abfahrt!

Neuseelandreisen sind beliebt
Der Tourismus ist ein wichtiger Faktor für die Inseln. Ein Kiwi "beschwert" sich, dass er beim Zelt aufstellen nur fremde Sprachen um sich herum gehört habe - "bin ich überhaupt noch daheim?" habe er gedacht. Wir dagegen treffen jeden Tag jemanden, der deutsch als Muttersprache spricht.....so wie das Bild unten zeigt.


Nach der Abfahrt, an der Verzweigung Picton/Motueka spricht uns dieser Tourist an: Es ist ein Villinger, der uns vom RC Villingen her und aus einem Vortrag kannte. Bitte melde dich gelegentlich in der Gästeliste oder wer kennt seinen Namen?



Das Motuekatal kennen wir schon, freuen uns über schöne Sicht auf die Berge des Kahurangi Parks bei schönstem Wetter. Aber den steilen Zwischenanstieg hatten wir nicht mehr im Gedächtnis. Puh.....da kommen wir ganz schön ins Schwitzen!


Diese Bilder entstanden bei herrlichem Wetter in wunderbarer Umgebung auf der Strecke von Tapavera in Richtung Motueka. Da macht das Radeln so richtig Spaß!


Diese Morgenstimmung hat Verena vom Campingplatz aus in Tapavera eingefangen.


An dieser Rampe mit 14 % musste Helmut passen und absteigen. Verena hat sie durchgedrückt und leistete auf dem letzten Stück "Schiebehilfe".


Die Heilige Familie mit den Königen aus dem Morgenland und einem Radler aus Germany.


Am Motueka River


Zum Schluß des heutigen Tages noch etwas zum Schmunzeln: entdeckt an einem Obstverkaufstand an der Straße Richtung Motueka.
Ob wohl schon mal einer geklingelt hat?


In Motueka wollen wir ein paar Tage bleiben, um von dort aus einiges zu unternehmen. Aber bei unserer Ankunft beim top ten Holyday Park heisst es zunächst: "alles belegt". Doch für ein kleines Zelt lässt sich noch ein Platz finden.

Spitzenwerte auf der Abenteuerskala
Als Erstes erkunden wir -natürlich ohne Gepäck- den Grand Taste Trail an der Küste und waach fährt sigen einen Abstecher in einen super angelegten Mountain Bike Park. Helmut wollte mal wieder die Anzeige auf der Abenteuerskala auf 19 von 20 möglichen Punkten ausreizen. Ergebnis: ein bißchen Kniezittern aber alles hat geklappt bei sensationell schönen Ausblicken. Danach fährt sich eine normale Schotterpiste gleich viel behwerzter.


Natürlich stehen wir mit den völlig falschen Rädern am Start der unterschiedlich schweren Strecken.(Wir wählen selbstverständlich easy aus). Mountainbikes und nicht Reiseräder sind hier gefragt.


Die unterschiedlich langen Strecken wurden aufwändig in die Natur eingebaut.


Nach anfänglichem Zögern gefällt es auch Verena auf dem Parcour durch die Farnwälder.


Hier einige Bilder von unserer herlichen Wanderung durch den Abel Asman Nationalpark mit traumhaften Aussichten in die Buchten. Am Ende der Wanderung brachte uns ein Watertaxi wieder an den Ausgangspunkt zurück.
Wir waren uns einig: Einen so erlebnisreichen und herrlichen Tag erlebt man nicht oft im Leben.








Mit einem Spezialschiff werden am Abend die vielen Paddelboote in den Buchten eingesammelt und in den "Heimathafen" zurück gebracht.



Für Verenas Wanderschuhe kam nach der Wanderung durch den NP Abel Tasman das überraschende Ende. "Nicht zu reparieren", war die vernichtende Bilanz des Schusters in Motueka. Also müssen Neue her. Gar nicht so einfach, einen Schuh in den oberen Größen zu bekommen. Also blieb Verena keine Wahl und musste mit dieser gewöhnungsbedürftigen Farbe zufrieden sein.


"Man" kann den Takaka Hill mit Rad und Gepäck fahren. Wir auch!
Oliver aus der Schweiz hat uns Mut gemacht, ebenso eine auf den Strecken der Tour de France erfahrene Beraterin beim top ten Motueka. Wir dürfen die Gepäckaufbewahrung nutzen und trennen uns (vorübergehend) von ca. 15 bis 20 kg Gewicht. Selbst das E-Book und das Notebook bleiben zurück. Nur die Vespertasche ist prall gefüllt.
Nach dem ersten steilen Anstieg (bis 11 %) nutzen wir immer wieder die Haltebuchten für langsame Fahrzeuge, schnaufen durch, trinken, fotografieren (leider ist es leicht trüb) und essen immer wieder eine Kleinigkeit.
Nach reiner Fahrzeit zweieinhalb Stunden genießen wir kurz vor der Passhöhe die schönen Aussichten zusammen mit zwei Motorradfahrern aus Tschechien und einem jungen Paar aus Mannheim. Da auf einem Zufahrtsschild zu einer Höhle mit Middle-Earth-Szenerie die Kilometerangabe fehlt, bleiben wir lieber auf der Straße Richtung Pass. Außerdem mahnen aufziehende dunkle Wolken zur Weiterfahrt. Wir können die Abfahrt in die Golden Bay voll genießen und bleiben trocken. Leider erwartet uns unten im Farmland ein kräftiger Gegenwind. Bis zu unserem Ziel in Pohara sind es noch 40 km. Zehn Kilometer vor dem Campingplatz kauft Helmut in dem einzigen Supermarkt weit und breit zwei große Steaks. Gut so, denn der kleine Laden beim top ten bietet nur Tiefkühlware an.


Zuversichtlich beginnen wir den Anstieg. Links sieht man Hopfenanlagen. Hier wird neben allen möglichen Obstsorten auffallend viel Hopfen angebaut.


Verena im Anstieg


Ein Blick zurück auf die Bucht von Motueka


Schöne Aussichten in den NP Kahurangi


Es ist geschafft! Schnell eine Jacke herausgeholt und dann gehts auf der anderen Seite in flotter Fahrt hinunter...


Ein Blick hinunter in das Tal von Takaka




Wir schlagen unser kleines Zelt in Pohara auf inmitten riesiger Zelte. Ganze Häuser werden aufgebaut und man kann nur staunen, was die Kiwi-Familien so alles mit in den Urlaub nehmen.





Dieser Teil der  Bucht ist geprägt durch bizarre Felsenlandschaften und einem Meer mit hohen Gezeitenunterschieden, so dass bei Ebbe das Wasser weit zurück weicht.


Abendstimmung


Bei einer Wanderung durch die Felsenlandschaft entdecken wir diesen riesigen Baum auf einem Felsblock, der seine Wurzeln weit nach unten in die Erde ausxstreckt.





Wir unternehmen eine Fahrt zu den Quellen Waikoropupu. Diese Quellen haben für die Maori eine Mythische Bedeutung und strahlen auf die Besucher eine besondere Atmosphäre aus. Sie sind sehr ergiebig und Schaubilder verdeutlichen, dass hier die Niederschläge nach 12 bis 20 Jahren wieder an die Erdoberfläche kommen, die in den Takaka-Hills einmal niedergegangen sind. Bei  einer Schüttung von 12 bis 20 Kubikmeter pro Sekunde kommt angeblich eines der saubersten Wasser der Welt an die Oberfläche.



Aufgepasst - wenn dieser unscheinbare Vogel auftaucht, denn seine Leibspeisen sind Autodichtungen und Fahrradreifen. Schon mancher Radfahrer soll nach einer Wanderung zum Rad zurück gekommen sein und fand die Reifen ohne Luft und zerfressenem Mantel vor. 


Dieses Lama, das wir auf der Rückfahrt nach Motueka oben in den Bergen bei einem Café entdeckten, ist ungefährlich und hat schnell mit Helmut Freundschaft geschlossen.


Unten sehen wir die Bucht und Motueka


Wir verlassen den sehr angenehmen top ten Campingplatz in Motueka mit dem alten Baumbestand. Aus einem der mächtigen Bäume wurden wir jeden Morgen noch vor Einsetzen der Dämmerung von einem unbekannten Vogel freundlich geweckt. Sein monotoner Ruf wird uns in Erinnerung bleiben. Es lautete etwa: "auf stehn.....auf stehn"
Auf dem Great Taste Trail in Richtung Nelson folgen wir der Empfehlung eines anderen Radlers und fahren ein Stück zurüxck, um in einem mehrfach ausgezeichneten Café einen Cappuccino zu trinken. (Die dort angebotene Trockentoilette Marke Kakapu wird übrigens in Onekaka hergestellt)
Der Sand-/Schotterweg ist an einer gefährlichen Stelle (für uns abwärts) asphaltiert. Das mindert die Sturzgefahr auf diesem als "leicht" eingestuften Radweg.
In Mapua setzen wir mit einer Fahrradfähre auf Rabbit-Island über. Tiefgraue Wolken und heftiger Wind treiben uns voran. Bei hohem Wellengang versuchen Surfer ihr Glück. Wir verkneifen uns Fotostops. Der Regen setzt deutlich früher ein als vorhergesagt.
Bei einsetzendem Regen verlassen wir den Trail, ziehen Regenjacke und Warnweste an und setzen uns lieber dem starken Verkehr am Highway 60 aus. (Es rollt besser und wir werden nicht so schmutzig).
Vor einer schmalen Brücke löxsen wir auf dem Seitenstreifen automatisch die Warnblinkanlage "Radler auf der Brücke" aus.
Bei Richmond wechseln wir  auf den ab hier geteerten Radweg in Richtung Nelson. Im kräftigen Gegenwind bekommen wir zunächst nur Regengüsse ins Gesicht - später schlagen uns Brandungswellen entgegen. Wir kommen klatschnass auf dem top ten Platz in Nelson an. Es gibt nur noch den (vorbestellten) Zeltplatz. Alles ist voll belegt.
Nach einer heissen Dusche sieht die Welt schon wieder viel besser aus und eine Stunde später scheint die Sonne wieder und wir können im Freien grillen und essen.






Bilder von der Fahrt auf dem Trail in Richtung Nelson als es noch nicht regnete.





Kleine Rundfahrt bei Nelson


Helmut packt mal wieder die Sachen zusammen


Bei Wettervorhersage mit der Farbe lila ist Vorssicht angebracht. Wir bauen nach zwei Nächten das Zelt ab und wechseln in ein Motel. Hier ist im  TV-Programm auch CNN eingespeist und so bekommen wir live die Nachrichten und Intgerprätationen zur Amtseinführung von Donald Trump mit. Nach einem Jahrhundertsturm mit Starkregen in der Nacht auf Sonntag können wir am Abend einen schönen Spaziergang am River machen.Eine Ente quakt vor Vergnügen, weil sie in der starken Strömung pfeilschnell vorankommt.orgen:
Montagmorgen: Nach so vielen Pausentagen sitzt Verena auf einem neuen Sattel und hat einen neuen Computer. Der alte Sattel hatte dweutliche Abnutzungserscheinungen und wer weiss, wo es mal wieder einen Ersatz gibt. Der Computer musste mit Sekundenkleber befestigt werden, doch damit war es nicht mehr möglich, eine Ersatzba<tterie einzusetzen. Beim Versuch an einem Schraubstock, die Sekundenkleberlösung zu knacken, brach das ganze Ding auseinander. Der neue zeigt nicht so viele Funktionen an, insbesondere keine Höhenmeter und keine Steigungsprozente. Auch ein Vorteil, wenn die Temperatur nicht angezeigt wird.
Die "long and winding road" nach Havelock ist mit  drei  "Saddles" anspruchsvoll. Manchmal so eng, dass wir besser absteigen, wenn hinter uns bei Gegenverkehr ein Truck "schnauft". Doch selbst bei kurzzeitigen 13 % Steigung haben wir keinen Meter schieben müssen.
In Havelock ist die Dienstagstour mit dem Postschiff durch die Fjorde ausgebucht. Deshalb buchen wir eine Tour zu den Muschelfarmen. Der Vorteil - sie ist halbtags und es gibt Kostproben von grünen Muscheln, die hier während 18 Monaten heranwachsen und tonnenweise geerntet werden. Dazu gibt es viele Infos über die Geschäfte mit den Muscheln, die erst seit 1973 kommerziell hier gezüchtet werden.
Neuseeland ist eben ein junges Land, für das sich Jung und Alt aus aller Welt begeistern, wie wir in Gesprächen in den sauberen Campingküchen erfahren.


Nach dem ""Jahrhundertsturm" fahren wir auf dem wunderschön angelegten Radweg aus Nelson heraus in Richtung Havelock. Verena freut sich, wieder Rad fahren zu können.



In den kurvenreichen Anstiegen geht es manchmal ganz schön eng zu.


Nach fast 80 km anstrengender Fahrt ist das Tagesziel Havelock erreicht.


Das Schaubild zeigt, wie tief die Fjorde in das Landesinnere reichen,


Helmut und Verena heute nicht "on tour" sondern "on schiff" unterwegs


An diesen Bojen hängen die Stricke, an denen die Muscheln in 18 Monaten zur vollen Größe heranreifen und geerntet werden.


Auf der Retourfahrt gab es eine ausgiebige Kostprobe der grünen Muscheln. Sie schmecken etwas anders, als die uns bekannten schwarzen Muscheln und sind deutlich größer.


Ein Blick auf Havelock und einen Teil des Hafens, der sowohl als Freizeit- als auch Frachthafen von Bedeutung ist.


In der Campingküche trifft sich internationales Publikum. Heute gibt es bei uns gegrilltes Lamm. Zum Glück ist ganz in der Nähe ein kleiner Supermarkt mit den wesentlichen Artikeln.








Die Fahrt von Havelock nach Blenheim war geprägt von Rindern, Schafen und interessanten Landschaften. Am Ende natürlich allesunter dem Eindruck des Weinanbau um die Weinhauptstadt von Neuseeland: Blenheim.


Bei einem Supermarkt wird eine zünftige Mittagspause eingelegt...



Auf dem Weg nach Blenheim sehen wir Weinreben in endlos wirkenden Reihen.Tagsüber Sonne, in der Nacht kühl, dazu ordentlich Wind - da gedeihen die Trauben ohne viel Spritzmittel. Ein Pinot Noir von Whitehaven schmeckt bei der Weinprobe besonders gut. Er wird kundig von einer Neuseeländerin präsentiert, die deutsch mit niederländischer Klangfärbung spricht. Ihre Eltern sind nach dem Krieg ausgewandert.

Bei Blenheim besichtigen wir in Omaka das Aviation Heritage Centre. Hier sind Flugzeuge, hauptsächlich  aus dem ersten Weltkrieg, dazu Uniformen und vieles mehr ausgestellt. Peter Jackson,Regisseur von Lord of the Rings u.a., hat hier Geld sowie sein Wissen  um eindrückliche Interpretationen, investiert.

Jeden Tag treffen wir (Rad-)Reisende,die uns von ihren Erfahrungen berichten.In Vietnam,Kambodscha,Laos braucht man wohl kein Zelt - es gibt kaum Campingplätze. Außerdem sehne man sich abends nach Air Condition.

In Picton werden wir länger bleiben. An einem Tag wollen wir auf dem Queen Charlotte Track wandern und dann wird es Zeit für die Nordinsel.


Nicht umsonst bezeichnet sich Blenheim als Hauptstadt des Neuseeländischen Weines: die Anbauflächen sind wirklich riesig und die Reihen der Rebstöcke mehrere hundert Meter lang.


Die Sauvignon Blanc-Trauben, eine der Hauptsorten, brauchen noch etwas Reifezeit. Im April ist Haupterntezeit, dazu kommen Erntehelfer sowohl aus asiatischen Ländern als auch aus Südamerika hier her.


Natürlich unternehmen wir eine Weintour mit einer Weinprobe in einem von über 60 Weingütern der Gegend.




Der Campingplatz in Blenheim bietet viel Platz und die riesigen Bäume spenden großflächig Schatten.



Wir sind in Picton angekommen, der letzten Station auf der Südinsel. Von hier verkehren die Fähren nach Wellington auf der Nordinsel.


Ein Wandbild zeigt, wie zerklüftet dieser Küstenabschnitt von Marlborough ist.


Bei einer Radtour entlang der Bucht in Richtung Waikawa entdecken wir diesen wunderschönen Blumenbaum; den Namen des Baumes kennen wir leider nicht.


Die von Captain Cook 1770 entdeckte Bucht, heute Skip Cove, gefällt auch uns. Nach einem heftigen Regentag sind die Steine und Wurzeln glatt und der Boden schmutzig und rutschig. Die ersten Kilometer im ursprünglichen Wald gehen steil bergan. Beweis: Verena hat drei Tage lang heftigen Muskelkater in den Waden.
Die erste Aussichtsplattform bietwet Traumblicke in zwei Richtungen aufs Meer - einmal mit Buchten und Palme, einmal mit Insel und langer weißer Wolke.
Plötzlich verändert sich der Wald, denn er wurde einmal abgeholzt, um Platz für Schafweiden zu machen. Inzwischen wurde aufgeforstet, doch was im "Ur-" Wald über Jahrhunderte angewachsen war, kommt nicht in 50 Jahren zurück.
In den schönen Buchten sind Anlegestellen, die Häuser dazu etwas oberhalb. So viel Abgeschiedenheit muss man mögen. Die Luxusvariante in verschiedenen (teuren) Lodges kann man auch tageweise buchen.

Wanderung auf dem Queen Charlotte Track



Die Landestelle von James Cook, dem Entdecker Neuseelands, war der Ausgangspunkt der Wanderung. Er kam erstmals 1770 hier an, wir folgten ihm im Jahre 2017.



Das Schaubild oben zeigt die zerklüftete Gegend um den Queen Charlotte Seeweg und im Ausschnitt unten sind Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderung deutlich zu sehen. Der rote Strich zeigt den Verlauf der Wandertour.







Dieser diebische Weka wartete bei einer Vesperpause darauf, dass etwas für ihn herunterfällt. Und tatsächliche viel die kleine Peffer/Salzdose herunter. Schwups hat er sie aufgepickt und wollte damit verschwinden. Doch Verenas superschnelle Reaktion hat uns vor dem herben Verlust bewahrt und im Wegrennen hat der seine Beute verloren. Bravooo!


Bei dieser abseits in einer tiefen Bucht gelegenen Lodge, nur mit Schiff zu erreichen, endete unsere für Radlerbeine anstrengende Wanderung; wir wurden vielfach belohnt durch wunderschöne Blicke auf die unten liegenden Buchten sowie durch das Erlebnis in noch im Urzustand befindlichen Wäldern mit vielen alten knorrigen Bäumen zu sein. Das Konzert der vielen Vögel war einfach umwerfend.
Ein Boot brachte uns am Abend nach einstündiger Fahrt wieder nach Picton zurück.


Mit einem Blick zurück auf Picton verlassen wir die Südinsel und freuen uns auf die Erlebnisse auf der Nordinsel.




Mit der Fähre Aratere verlassen wir am 4. Februar Picton und damit die Südinsel. Die Fahrt verläuft zunächst durch eine Inselwelt und dann über das offene Meer und dauert etwa 4 Stunden.



Plötzlich ändert sich das Landschaftsbild entlang der Schiffsroute: Kahle Flächen erscheinen. Alles abgeholzt um Weideflächen zu gewinnen.


Die letzten Felseninseln sind erreicht und dann geht die Fahrt im offenen Meer weiter in Richtung Bucht von Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.



Ein Mann stemmt sich dem ständig starken Wind entgegen und Stadtansicht vom alten Hafen aus.



Diese Schaubilder im Te Papa-Museum in Wellington verdeutlichen den Verlust am Besitz von Grund und Boden der Maori.
Oberes Bild für die Südinsel von 1846 bis 1860
Unteres Bild für die Nordinsel von 1860 bis 1939



Da freut sich ein  Radler: mitten in der Innenstadt sind befestigte Werkzeuge und eine Radpumpe angebracht und die Fahrradständer sind liebevoll mit Wollebändern umwickelt, damit auch ja keine Kratzer beim Festbinden entstehen! Beides zur Nachahmung bestens empfohlen!


Am Plimmer Stepa entdeckt: Diese (rechte) Gestalt erinnert doch sehr an das ........Männle aus Oberndorf


Das sehr windige Wellington verlassen wir mit einer Vorortbahn. Diese fährt im Halbstundentakt und ab 9 Uhr nimmt die Bahn jeweils max. drei Räder kostenfrei mit. Da nur schwacher Andrang herrscht, ist es kein Problem, unsere Räder inclusive Packtaschen unterzubringen. Da aus Wellington nur Autobahnen mit langen Tunnels herausführen, ist es sehr ratsam, den Zug zu nehmen. So kommen wir bequem und vor allem sicher aus der verkehrsbelasteten Hauptstadt heraus.





Spaßbild auf dem sehr angenehmen Campingplatz in Levin mit Wolfgang und Luisa, die wir später in Bulls und in Wanganui noch einma zufällig treffen.


....und jetzt noch in normal


Trotz hoher Verkehrsbelastung genießen wir die drei Fahrtage nach Whanganui. Bei Bulls stellen sich die schwarzen Jungbullen fürs Foto schön in Reihe auf. Nur die blöden Schäfchen rennen immer gleich davon...... und die Schäfchenwolken machen es ihnen nach. Ganz schnell sieht das Wolkenbild eher nach "Blumenkohl" aus. Es bleibt warm. Der Vollmond hat Kürbisgröße.
In Whanganui haben wir die Wahl: Kiwi- oder top ten - Campingplatz. Da der Kiwiplatz am Strand (weit) draußen liegt (nach Aussage von Tabea beim i-Punkt: schwarzer Sand und "rustikal") entscheiden wir uns für den top ten Platz am Fluß und sind damit sehr zufrieden. Danke, Tabea aus Leer, jetzt NZ!
In Whanganui hat man Gebäude aus der Gründerzeit (etwa ab 1840) gerade noch rechtzeitig unter Denkmalschutz gestellt. Manchmal bleibt beim Umbau nur die Fassade stehen. Dennoch: endlich einmal ist es nicht nur die Natur, die den Fotoauslöser-Reflex auslöst.
Heimweh? Bei Verena ein klitzekleines Bisschen.  Aber wer wird denn bei Sonnenschein mit Nebel und glatten Straßen tauschen wollen?



Haere mai.....(welcome to... herzlich willkommen in ....) Wanganui


Das Begrüßungskomitee steht auch schon bereit.


Wanganui war in der Gründerzeit ab etwa 1840 ein wichtiger Hafen. Da es damals noch kein Straßennetz gab, mussten sämtliche Waren über den Wanganui-River ins Landesinnere transportiert werden. Das Gleiche galt auch für die auszuführenden Waren in umgekehrter Richtung.
Aus dieser Zeit stammen auch die z.T. ansehnlichen Gebäude.
Zwischenzeitlich sind die Hafenanlagen zerfallen. Nur Angler nutzen die Ruinen zum Auswerfen ihrer Angeln. Wegen gefährlicher Untgerströmungen kann der Strand auch nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden.




Interessante alte Häuser in Wanganui



Schwarzer Sandstrand und frühere Hafenanlage bei Wanganui







So ein Pech......

Was passiert, wenn Verena am Morgen in der Campingküche aus Versehen in Entenensch....... tritt? Sie ärgert sich noch mehr über die unvernünftigen Tierefütterer auf dem Platz.
Zwei Kilometer nach der Abfahrt aus dem Campingplatz fährt sich Helmut einen Platten ein. Bei den vielen Glasscherben kein Wunder. Leider durchschneidet das Glas Mantel und Schlauch. Mit einem Notflicken reicht es zunächst mal zu einem Radgeschäft in der Innenstadt.

Pech auf der ganzen Linie? Wie man es nimmt.
Einen zwar schmaleren - aber brauchbaren Reifen - finden wir erst im zweiten Radladen. Das kostet Zeit. So können wir den pünktlich um die Mittagszeit einsetzenden Regen noch in einem Café aussitzen. Der starke Wind vertreibt die Wolken, kommt aber von der Seite (sehr gefährlich) und später von vorne (seeehr anstrengend). Entsprechend gut schmeckt das Bier in einem "Hotel" in Waitotara, das schon einmal bessere Zeiten gesehen hat.
Am nächsten Tag kämpfen wir erneut gegen den starken Wind, sind nach 60 km mit einem Schnitt von gerade mal 10 km/h in Hawera froh über ein schönes Motel und erholen uns am nächsten Tag.
........so ein Glück






Anstiege mit Gegenwind sind nicht gerade des Radlers Freunde



An diesen Tag wird sich Helmut noch lange erinnern. Er war zur Mittagszeit in Patea schon so platt, dass er abbrechen wollte. Aber mangels einer Übernachtungsmöglichkeit mussten die 30 km nach Hawera noch in Angriff genommen werden. Es wurde ein sehr schwit erer Nachmittag im ständigen Kampf mit dem Gegenwind und xden zu überwindenden Anstiegen. Aber: am Ende haben wir auch das geschafft


Von Hawera aus sehen wir zum ersten Mal in der Ferne den Vulkan Taranaki (2510 m)


Bei Stratford kommen wir dem Vulkan Taranaki ganz nahe


Donald Trump ist auch hier ein Thema



Eigentlich wollten wir im Nationakpark Taranaki einmal wieder wandern. Doch was sollen wir hier, wenn tagelang Regen angesagt ist? Die Vorhersagen sind inzwischen auf die Stunde genau zutreffend und nicht mehr wie früher, eventuell für einen anderen Tag oder Ort gültig.
Da wir uns in Hawera ausgeruht haben, schalten wir am eigentlich vorgesehenen Etappenort Stratford nach guten Informationen im I-Punkt einen Gang höhrer und erreichen New Plynoeth mit den ersten (vorhergesagten) Regengüssen am Abend. An der Ostküste sehen die Wettervorhersagen deutlich besser aus. Auch ist es dort selbst bei Regen mindestens fünf Grad wärmer.
Eigentlich wollten wir möglichst alles selbst abstrampeln und über den "forgotten Hayway 43" in Richtung Lake Taupo fahren (teils auf Schotterstraße), doch angesichts der Wettersituation haben wir das Prinzip aufgegeben und stiegen in den Bus um. Zunächst ging es am frühen Morgen nach Hamilton, dort haben wir (fahrplanmäßig) eine Stunde Aufenthalt und können dann in den Bus nach Gisborne umsteigen. So war es eigentlich geplant.
Aber es kam anders. Noch in NP kann der Bus kein Tempo aufnehmen. Mehrere Versuche, die Elektronik zu überlisten scheitern. Wir landen in einer Werkstatt, dort bemerkt man auch noch einen platten Reifen (am Bus)!
Mit über zweistündiger Verspätungfädelt sich der Busfahrer wieder auf den Hw ein. Er wird -weil es knapp hergeht- von einer Autofahrerin laut und wüst beschimpft. Hohoho - alles lacht. "Das ist meine Cousine" ... so sagen sich hier die Einheimischen "guten Tag" - man nimmt hier vieles mit Humor. Es hat auch keiner der Passagiere gemeckert.
Wir können auf xden nächsten Tag umbuchen und übernachten auf dem Campingplatz in Hamilton und verbringen, da es angenehm warm geworden ist, einen netten Abend. Aber in der Nacht fängt es an zu gießén und so bleibt es auxch. Wir müssen im strömenden Regen das Zelt abbauen und verpacken. Alles ist patschnass. In kempletter Regenkleidung (inclusive Regenüberschuhe) fahren wir zum Busbahnhof zurück. Der Busfahrer wollte, da komplett belegt, erst unsere Räder nicht mitnehmen. Doch der Hinweis auf unser gestriges Pech erweixcht sein Herz und er findet doch nocht Platz für zwei Räder, Anhänger und unser ganzes Gepäck.
Über Rotorua (das wir aus unserer ersten NZ-Reise kennen) und die die Bay of Plenty geht es über die Berge nach Südosten.
Noch vor Dämmerung kommen wir auf dem zentral und am Meer gelegenen Campingplatz in Gisborne an. Schnell das nasse Zelt aufgestellt, damit es trocken geblasen werden kann. Eine Stunde reicht - und das Zelt ist wieder trocken! Im Halbdunkel untger Einsatz der Stirnlampen räumen wir ein und nach einem guten Abendessen mit einer Flasche Rotwein, können wir wunderbar schlafen.
 Sicher träumen wir von den nächsten Etappen bei herrlichem Wetter mit gutem Rückenwind!



Die kunstvoll und aufwändig gestaltete ........... Fußgänger- und Fahrradbrücke bei New Plymouth




Bilder von der  Bucht von Gisborne.
Gisborne gilt als Zentrum des Wellenreitens und Surfens und nennt sich Welt-Hauptstadt des Chardonay



Ab Gisborne genießen wir die Fahrt auf der tatsächlich (vermutlich) einer der schönsten Radstrecken: we aller Nötignig Verkehr, viele hderrliche Buchten, tolle Ausblicke. Dies alles  hat ihren Preis. Es gibt auf lange Strecken wenig Supermärkte, nur kleine Läden mit dem aller Nötigsten. In kurzen und auch längeren Tagesetappen fahren wir die Runde, sehen viele Versammlungsstätten (marae) der Maori, kommen in Hawai vorbei, wo wir bei einer Mittagspause von einem Maori fünf herrlixch schmeckende Pfirsiche geschenkt bekommen und freundlich aufgefordert werden, ihn mit Nasenberührung zu verarbschieden.
In Opotiki machen wir alles für die Heimreise klar: Hotel in Auckland und die Fähre von Coromandel ins Zentrum von Auckland gebuxcht. Die (meist Frauen) Bediensteten in den I-Punkten sind immer sehr hilfsbereit und geben gute Ratschläge. Jetzt müssen wir "nur" noch nach Coromandel strampeln und dabei vermutlich noch einige Höhenmeter überwinden. Die Wetteraussichten für die kommende Zeit sind durchwachsen, aber es ist angenehm warm und manchmal ist das Wetter auch besser als vorhergesagt.




Die "schönste Pausenstelle der Welt"






Die Anstiege im Landesinnern sinxd z.T. sehr anspruchsvoll und erreichen auch einmal 14 bis 15 Proz. Steigung.



Die überlangen Lastzüge (bis 11 Achsen) und die vielen Holztransporter, die ihre gewaltigen Ladungen in einen der Häfen bringen, sind es, die das Radfahren in NZ nicht immer leicht machen. Hinzu kommen, je nach Gegend, noch Milchtransporter mit bis zu zwei Anhängern.


Seelöwen haben wir (leider) nicht gesichtet




Nach einigen sehr harten Anstiegen (Helmut muß erstmals xschieben) , landen wir in der Bucht von Tolago. Der 600 m lange Steg wurde einmal für die Fischereiflotte erstellt. Der Fischfang spielt heute keine Rolle mehr.


Auf einem einfachen Campground mieten wir für eine Nacht diese winzige "Villa". Es passt gerade ein Bett hinein. Geschlafen haben wir übrigens sehr gut.



Die nächste Nacht verbringen wir deutlich vornehmer (und teurer) in der Tokumaru Bay


Und das ist die Aussicht vom Zimmer aus....


Vieles ist in dieser Gegend am Zusammenbrechen. Ein Gebiet, von Maoris bewohnt, ohne Zukunftsaussichten.


Jetzt sind wir in Ruatoria am" Ende der Welt" angekommen



Am "Ende der Welt"" finden wir bei Le eine sehr angenehme Übernachtungsmöglichkeit. Wir verbringen hier einen Pausentag, zumal eine Einkaufsmöglichkeit nicht weit entfernt liegt.
Verena und Le finden schnell Kontakt zueinander und sie plaudern längere Zeit zusammen. So erfahren wir, dass sie aus der Gegend von New Plymouth stammt und mit einem Maori von hier verheiratet ist. Ein Sohn ist in dewr Marine und sei auch schon Parade bei einem Staatsemtpfang für Merkel gestanden.


Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Opotiki. Zum Schmunzeln sind manche Ortsnamen, die aus der Maorisprache übernommen wurden.
Wir freuen uns, dass es hier deutlich verkehrsruhiger ist. So sind auch die z.T. steilen Anstiege (heute bis 13 %) leichter zu bewältigen.


Da muß wohl zu manchen Zeiten mehr Wasser den Fluss hinunter fließen.



Blick hinunter in die Bucht vonTe Araroa. Von hier an geht es nicht mehr nördlich, sondern östlich in Richtung Opotiki.




In Te Araroa steht der größte und älteste (ca. 600 Jahre alt) Blütenbaum Pohutukawa (auch Eisenholzbaum genannt) Neuseelands. Leider blüht er zur Zeit nicht.



Wir schlagen unser Zelt auf einem Campground zwischen Te Araroa und Hicks Bay auf.



Die Etappen auf der Nordseite des Pacific Coast Highway sind sehr schwer mit laufenden Auf- und Abfahrten; aber die Ausblicke auf die Buchten entschädigen für die Anstrengungen.





Die Steigungen verbunden mit hohen Temperaturen bringen Verena ganz schön ins Schwitzen.




Der Anstieg zum Lookout ist geschafft und wir genießen den Ausblick auf die unten liegende Hicks Bay


Wenige Kilometer nach Hicks Bay kommen uns die beiden niederländischen Radler Marja und Henk entgegen. Sie sind seit Monaten unterwegs und sind auf einer World Tour durch viele Länder der Welt.




Einsame Kirche am Meer bei  Raukokore




An einer der Aussichtspunkten lernen wir das französische Paar aus Reims kennen.Sie fahren zwar auch Rad, aber diese Strecke wäre ihnen doch zu anstrengend, meinen sie und befahren die Küstenstraße lieber mit dem Pkw.






Die Skulpturen zeigen: wir sind tief im Maori-Land


... und es gibt doch Bier in Hawai..... nämlich aus Helmuts Gepäcktasche!


Das schmeckt sooo gut - leider ist so wenig drin.


Wenige Kilomter vor unserem Tagesziel Opotiki zeigt der Radcomputer: Es ist sehr warm und wir haben schon 741 Höhenmeter überwunden.


Um 16:30 Uhr haben wir das Tagesziel erreicht. Nach 72 km und 790 überwundenen Höhenmetern sind wir in Opotiki angekommen und schlagen unser Zelt auf diesem Campingplatz auf.
Wir sind richtig stolz, es geschafft zu haben,
Hier können wir nach mehreren Tagen in einem Supermarkt mal wieder richtig einkaufen.


Nach zwei Tagen der Regeneration mit organisatorischen Erledigungen, sowie einem Verlängerungstag wegen Regen, geht die Fahrt weiter auf der Küstenstraé in Richtung Taugarengo.


Wir folgen auch weiterhin dem Signet der Küstenstraé


Mit diesen auffälligen Hinweisschildern werden die Autofahrer immer wieder darauf hingewiesen, auf die beiden Radler aus dem Schwarzwald aufzupassen.


Dieses Verkehrsschild ist ganz sicher nur im Kiwiland Neuseeland zu finden. Übrigens haben wir keinen Kiwi-Vogel entdeckt.



Wir sind in Whakatane angekommen. Es ist eine sehr moderne Stadt mit ca. 15000 Einwohnern. Da für die nächsten Tage Regen vorhergesagt wird, mieten wir uns in einem Motel ein.

Der Regen ist auch wie vorhergesagt eingetroffen und soll zwei bis drei Tage anhalten. So sitzen wir gerade in Whakatane fest. Aber wir haben noch genügend Zeit, um die rund 300 km bis Coromandel zurück zu legen, damit wir am Sonntag, 26. März, die Fähre nach Auckland erreichen.

Es hat tatsächlich zwei Tage fast durchweg geregnet; manchmal wie aus Kübeln gegossen. Wir sind froh, eine angenehme Unterkunft in einem Motel zu haben. Die Einkaufsmöglichkeiten sind auch nicht sehr weit entfernt, sodass wir uns gut versorgen können.

Am Montag, 6. März fahren wir weiter in Richtung Tauranga. Anfangs nieselt es noch, doch es wird zusehends heller. Nach 24 km Fahrt, kurz vor Matata sieht der vorausfahrende Helmut etwas im Gras auf der linken Böschung. Tatsächlich: es ist eine Brieftasche mit allem drin: alle Karten incl. MASTERCARD, Führerschein und was man halt so mitführt. Auch Bargeld. Verlierer ist offensichtlich eine Frau aus Neuseeland.
Wir sammeln alles ein, was sonst noch so rumliegt und beabsichtigen, das Ganze bei einer Polizeistation oder einem Rathaus abzugeben. In Matata sehen wir weder Rathaus noch Polizeistation. Aber an der Ortsausfahrt kommt uns ein zufällig ein Polizeiauto entgegen. Ich winke und der Polizist hält nach einigem Zögern an.
Wir erfahren, dass er mit seinem Polizeihund auf der Fahrt ist von Tauranga nach Watakane. Wir übergeben ihm den Fund und legen unsere Visitenkarte bei.
Da wir am gleichen Abend keinen Internetzugang haben, können wir anderntags die e-Mail der (glücklichen) Verliererin empfangen. Sie ist natürlich sehr froh, noch am gleichen Tag die Brieftasche wieder erhalten zu haben, denn ihr Nachbar ist Polizist in Watakane und über diesen erhält sie ihre verlorenen Sachen ganz schnell wieder.


Wir sind froh, endlich mal eine Flachetappe vor uns zu haben. So kommen wir trotz ständig stärker werdendem Gegenwind flott vorwärts.


Helmut übergibt die Geldmappe an Policeman Mark aus Tauranga.


Pausenstelle direkt am Meer mit einem Blick zurück nach Whakatane


Nach etwa 70 km erreichen wir Te Puke. Es ist später Nachmittag und Zeit für eine zweite Essenspause. Auf einem Bänkchen werden wir von dieser Frau im Krankenfahrstuhl angesprochen. Wir kommen in ein kurzes Gespräch. Sie ist zwar erst 60 Jahre alt, aber schon seit Jahren stark behindert.
Da  wir in der Nähe einen NewWorld sehen, kaufen wir zur Sicherheit ein, um jederzeit einen Campingplatz ansteuern zu können. Tatsächlich: Wenige Kilometer weiter kommt ein komunaler Platz. Er kostet gerade mal 10 NZDollar (knapp 7 €) und ist entsprechend einfach. Aber für eine Nacht geht es ja.


Am anderen Vormittag fahren wir auf dem Hw. 2 weiter, eigentlich in der Absicht, heute Tauranga anzusteuern. Dort gibt es nahe des Mount Maunganui, sozusagen in der Innenstadt, einen Campground. Aber es soll mal wieder ganz anders kommen.

Wir zweigen vor Papamoa vom Hwy. 2 ab, um über die weniger befahrene Strandstraße nach Tauranga zu fahren. Bei Papamoa Beach machen wir Pause und erfreuen uns von unserer schönen Pausenstelle an dem herrlichen Blick über den Strand und das Meer.

Beim Wegfahren sehen wir den Eingang zum "Papamoa Beach Resort". Wir haben in einer Broschüre schon darüber gelesen und die schönen Bilder gesehen. Unter "Resort" verstehen wir allerdings eine Hotelanlage der gehobenen Preisklasse. Verena meinte gelesen zu haben, dass man hier auch campen könne. Also hinein und fragen: wir sind überwältigt. Hier befinden wir uns für wenig Geld (zwei Nächte kosten gerade mal 55 NZDollar (100 = 67 €) auf dem tollsten Campinggelände, das wir je erlebt haben.

Wir können uns einen Platz direkt am Meer auswählen und genießen und staunen. Alles ist recht neu und das Wetter suuuper.

Der Entschluß ist schnell gefasst: hier verbringen wir die "Puffertage", die wir uns eingebaut haben, um rechtzeitig vor dem 26. März in Coromandel zu sein. Dazu brauchen wir vermutlich fünf Fahrtage.



Die Einfahrt zur Anlage


Unser Zelt steht direkt am Meer. Wir haben sogar einen eigenen Pfad über die Düne ans Wasser.

Hier ein paar Bilder vom Papamoa Beach Ressort


Blick in Richtung Tauranga mit dem Mt. Manganui


Blick in Richtung Osten


Die wunderschöne Aussicht vom Frühstücksplatz aus




Sonnenaufgangsstimmungen




Abschied vom wunderschönen Papamoa Beach Resort


Eine ganz besondere Camping-Übernachtung

Da die Feuerwehr in Katikati ein Wettfischen vernstaltet, sind alle Motels belegt. Die nächste Möglichkeit -aber unsicher ob frei- liegt 10 km entfernt. Uns fällt auf, dass beim Befragen nach Unterkünften die Vermieter komisch reagieren, wenn wir auf den Campingplatz verweisen. Da uns keine Wahl bleibt, heisst es: Zelt aufschlagen. Ein Schild zeigt auf einen Naturistpark hin. Dieser liegt 1,5 km abseits. Also kurbeln wir einen steilen Anstieg hinauf. Der Park liegt idyllisch. In der Zufahrt erfahren wir von einem wegfahrenden Campervanlenker, dass der Betreiber nicht da sei und sein Vertreter krank ist. Aber wir könnten sicher einen Platz aussuchen.
Helmut fährt wie (fast) immer voraus und erkennt schlagartig, weshalb die Erwähnung dieses Parks so seltsam aufgenommen wurde. Es empfängt uns Richard. Er trägt ein rotes kurzes T-Shirt, sonst nichts. Wir sind auf einem FKK-Campground gelandet. Wir werden zum Glück nicht aus dem Paradies vertrieben, müssen uns der "Kleiderordnung" nicht anschließen, denn es gibt genug Gäste, die allein wegen der kühlen Abendtemperaturen einen Pulli tragen. So fällt es nicht besonders auf, dass wir zum Kochen in der Camperküche angezogen sind.
Bei schon eingetretener Dunkelheit ziehen wir uns ins Zelt zurück und können wunderbar schlafen.


Unser etwas abseits gelegenes Zeltplätzchen auf dem Naturistenplatz



Die Bay of Plenty, durch die wir gerade fahren, ist das größte neuseeländische Anbaugebiet für Kiwi-Früchte und Avocados. Umgeben sind die Plantagen von bis zu 10 m hohen dichten Naturzäunen gegen den Wind.


Im sehr bergigen Innenland sind die Hänge sattgrün, die von Rinderherden beweidet werden. Schafe sind hier so gut wie keine zu sehen.





Das "Goldloch" (über 200 m tief) von Waihi war lange Zeit die ergiebigste Goldmine der Welt. Bis vor zwei Jahren wurde hier mit schwerstem Gerät (siehe das Ungetüm von Muldenkipper) gold- und silberhaltiges Gestein im Tagebau abgebaut. Pro Woche wurde aus dem Gestein Gold und Silber im Wert von 1 Million NZDollar gewonnen.
Jetzt sind die Schürfrechte ausgelaufen und das tiefe Loch wird nach und nach renaturiert. In 25 Jahren soll hier ein Freizeitgelände mit See entstehen.
Der Abbau geht indes im Untertagebetrieb weiter.


In dieser Nacht schlafen wir auf einer Goldmine





Nach einer Fahrt durch eine wildromantische Schlucht, die volle Aufmerksamkeit erforderte (links steil hinunter in den Fluss, natürlich ohne Leitplanken, und rechts hohe Felsen) erreichen wir Thames. Auch das ist eine frühere Goldstadt, in der noch heute eine Bergbauschule existiert.

Von hier aus nehmen wir die letzte radfahrerische Etappe nach Coromandel in Angriff. Die Fahrt verläuft zunächst fast flach an der Bucht von Coromandel entlang mit vielen vielen Kurven. Aber wir wissen, es kommt noch anders: drei Hills sind noch zu bezwingen.....




...aber dann geht es gewaltig zur Sache. Schnell liegen die Buchten weit unten und die Anstiege haben es in sich


Damit sich kein Hungerast einstellt wartet Verena in einer günstigen Kurve auf mich (Helmut) mit einer Zwischenmahlzeit. Heute gibt es Ellenbogen-Pasta mit Hackfleisch (gestern bereits vorbereitet) und eine Avocado. Das gibt Kraft für die weiteren Anstiege.



Oben angekommen wird Helmut von Autofahrern mit Beifall und Anerkennung begrüßt


Wunderschöne Ausblicke auf die Inselwelt vor der Coromandel-Halbinsel belohnen für die harten Anstiege.


Wie schwer die Anstiege an diesem Nachmittag waren, zeigt ein Blick auf den Radcomputer....



Hier kommen wir auch mit Lisa und Christof ins Gespräch, die schon über über ein Jahr auf der Welt unterwegs sind. Alles Gute noch und meldet euch doch mal im Gästebuch!


Am Donnerstag, 23. März 2017, 4:30 Uhr pm, ist das radfahrerische Ziel unserer langen Reise durch Neuseeland erreicht!
Jetzt heisst es, das Zelt auf dem top ten Campground aufschlagen, relaxen, am kommenden Sonntag mit der Personenfähre nach Auckland  hinüber zu chippern um dort den Rückflug am 30. März vorzubereiten.
 
doch........


Auf dem top ten Campground von Coromandel stellen wir zum letzten Mal unser Zelt auf und verbringen hier die Zeltnächte 67 bis 69 unserer Reise in angenehmer Campingumgebung.


Noch einmal gibt es einen Espresso aus der Campingküche


Als Vorspeise wird ein bunter Salatteller serviert.


Wie fast immer kochen wir selbst. Heute zaubert Chefkoch Helmut einen Fisch auf Zwiebel/Zitronenbett mit Süßkartoffeln auf den Tisch.


In diesen Tagen lernen wir auch Karin und Michael kennen, Sie sind mit einem WoMo unterwegs und wollen anschließend noch einen Abstecher nach Australien unternehmen.


Schon in Opotiki  haben wir im dortigen I-Punkt für Sonntag, 26. März, die Personenfähre von Coromandel nach Auckland gebucht. An diesem Steg sollte sie abfahren.


Rechtzeitig fahren wir zum 10 km entfernten Fährhafen. (Coromandel liegt in einer flachen Bucht und hat nur bei Flut Wasser). Charterboote mit Halbtagsanglern legen an. Die zufriedenen Kunden schleppen schwere Kisten den schmalen Pfad hinauf  und strahlen über den guten Fang
.
Während das nächste Boot anlegt, fährt ein Bus mit Anhänger vor. Klar:.Die Rucksacktouristen müssen auch irgendwie hierher kommen. Denkste! Erst hier erfahren wir, dass die Fähre heute "wegen Sturmwarnung" nicht fährt.
Zum Glück sind in dem Bus noch einige Plätze frei. Aber zusätzlich zum Langzeitradler aus der Schweiz, der bereits in Coromandel zugestiegen ist, wird es knapp in dem kleinen Anhänger. Alle Mitreisenden verstauen  ihr Gepäck unter und neben dem Sitz. Irgendwie schaffen wir es dank freundlicher Hilfe, Räder, Anhänger und ein paar Packtaschen im Anhänger zu verstauen.
Dann fahen wir die kurvige und bergige Strecke noch einmal als Passagiere. Immer schön nach vorne schauen, damit einem nicht schlecht wird.
Ein wunderbarer Regenbogen und ein doch nicht ganz so heftiger Stau in Auckland wegen des letzten Adele-Konzerts, gehören ebenso zu den Eindrücken dieser Fahrt, wie der sintflutartige Regen kurz nach der viel später als vorgesehenen Ankunft in Auckland. Patschnass erreichen wir unser vorbestelltes Hotel-Appartement.
Adele, Rugby und eine Modewoche haben die Preise heftig nach oben getrieben. Auch ohne diese Ereignisse ist hier vieles hochpreisig. Eine Portion Heidelbeereis für 5,40 (und nicht maL gut), stolze 3,90 für einen Espresso (jeweils NZ-Dollar)
Wir wagen lieber keine Prognose für den Rückflug. Helmut hatte bei der Fahrt zum Fährhafen noch geunkt,dass es doch sehr problematisch sein würde, wenn die Fähre plötzlich ausfiele.
Jetzt hoffen wir auf eine glückliche Heimkehr!

Nachtrag:
 
Im Hotel haben wir einen unserer wenigen Fernsehabende und sehen bei Aljazeera einen Beitrag über den Ausgang der Wahl im Saarland!


Ein Blick auf  Auckland mit dem markanten Tower.

Jetzt heisst es für uns, die Räder und die gesamte Ausrüstung flugfähig zu verpacken. Dazu müssen wir erst einmal das geeignete Verpackungsmaterial organisieren, was in einer fremden Großstadt gar nicht so einfach ist.

Am Ende der fast viermonatigen Reise durch die Süd- und Nordinsel Neuseelands blicken wir zurück:

-  wir haben eine tolle Zeit erlebt
-  wir sind (von einer Erkältung  abgesehen) immer gesund geblieben 
-  die Räder 
haben gut durchgehalten...

... und wir
auch  obwohl es manchmal schwer fiel.

Da vergessen wir, dass der starke Verkehr in manchen Gegenden nicht gerade radlerfreundlich ist
.

Dafür war es -  ausgenommen zwei Tage -  nie zu heiß.

Unsere Tour hatte dieses Mal eine andere Philosophie: Nicht nur von einem Ort zum nächsten fahren,sondern auch länger bleiben, wo es uns gefällt. So haben wir viel von Land und Leuten erfahren und nicht nur Kontakt mit anderen Touristen gehabt.



Die "Fähnele" sind von  Wind und Wetter so ramponiert  (siehe Bild vor dem Start), dass sie nicht mit auf die Heimreise gehen.



Helmut und Verena am letzten Tag ihrer Neuseelandreise

Jetzt stellt sich die große Frage:

                          WOHIN GEHT DIE NÄCHSTE REISE ? ! ? ?